25 Jahre Deutsche Einheit / Kleinstadthelden: Engagiert für Lebensqualität in den Kommunen (FOTO)

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Viele ostdeutsche Städte sind in den vergangenen Jahren immer
attraktiver geworden. Dresden, Leipzig, Rostock, Potsdam und Chemnitz
gehören inzwischen zu den Top 50 im deutschen Städtetourismus
(Quelle: Statistisches Bundesamt). Eine Erfolgsgeschichte: Beim
Aufbau Ost haben viele „Heimliche Helden“ angepackt und kämpfen noch
heute für die Attraktivität ihrer Kommunen. Sie setzen sich dort, wo
Abwanderung an allen Ecken und Enden schmerzt, für gute
Lebensbedingungen ein.

Engagement war von Anfang an da. So begannen die
Wohnungsgesellschaften bereits ab 1990, ihre Bestände zu sanieren.
„Doch der Aufschwung Ost ließ auf sich warten und bald hatten die
Städte mit hohen Leerstandsquoten zu kämpfen“, sagt Silvio Hagemann,
DKB-Fachbereichsleiter für Wohnen. Das führte schließlich zu Rückbau
und Abriss in den Wohngebieten. „Dennoch können die
Wohnungsgesellschaften heute guten Wohnraum zu guten Mieten
bereitstellen.“

So auch in Dresden, wo die Aufbau Dresden eG etwa 17.000 Wohnungen
verwaltet. Hier setzt man auf gute Lebensbedingungen für alle
Generationen. Dazu sind umfangreiche Sanierungen für barrierefreies
Wohnen notwendig. Begegnungszentren sollen die Anonymität in den
Wohnblöcken aufbrechen. Um die Attraktivität zu erhöhen, setzen die
Verantwortlichen der Wohnungsgesellschaften außerdem auf erneuerbare
Energien und haben dabei vor allem niedrige Betriebskosten im Blick.
Im Dresdner Stadtteil Striesen sorgt zum Beispiel eine so genannte
Green-Tech-Alternative für die Wärmeversorgung. Die Cloud&Heat
Technologies GmbH, die Speicherplatz auf so genannten Cloud-Servern
vermietet, produziert enorm viel Abwärme. Statt die Räume, in denen
die Rechenmaschinen stehen, aufwändig zu kühlen, nutzt die Aufbau
Dresden eG die Abwärme für die Versorgung von 56 barrierefreien
Neubauwohnungen und kann so 40 Prozent der Heizenergie einsparen.

Einen anderen Weg der Bestandssanierung wählte die WIP
Wohnungsbaugesellschaft Prenzlauer Berg mbH in Berlin. In der
Kastanienalle 85 pachtete ein Bewohner-Verein vor mehr als 20 Jahren
das gesamte Haus, um sich drohenden Mieterhöhungen entgegenzustellen.
Der Verein verpflichtete sich, das Haus in Eigenregie zu sanieren.
Zusätzlich zu öffentlichen Fördermitteln packten die Mieter selbst an
und verbuchten am Ende 800 Selbsthilfestunden pro Bewohner.
Mittlerweile ist aus dem Bewohner-Verein eine GmbH hervorgegangen,
die das Haus erworben hat und verwaltet. Die Nettokaltmiete von 5,40
Euro ist gegenüber dem Bezirks-Durchschnitt von 12 Euro hier für
jeden erschwinglich.

Dass ihnen Wohnfläche förmlich aus der Hand gerissen wird, davon
können Vermieter in ländlich geprägten Regionen nur träumen. Dörfer
und kleine Gemeinden kämpfen gegen Landflucht. Neue Konzepte sind
gefragt, um diese Regionen trotzdem attraktiv zu halten.
Mehrgenerationenhäuser wie das im thüringischen Seubtendorf sind eine
vielversprechende Idee für die Belebung kleiner Kommunen. Die dortige
Rinderhof Agrar GmbH rettete den Sippel-Hof vor dem Verfall. Die
Bewohner zwischen 2 und 80 Jahren freuen sich heute über zehn
Wohnungen und ein reichlich frequentiertes Hofcafé. Familienfeste,
dörfliche Vereinsaktivitäten und verschiedene
Informationsveranstaltungen sind dort gut aufgehoben.

„Die ostdeutschen Kommunen müssen aktuell einen hohen Bedarf an
altersgerechtem Wohnen bedienen, aber gleichzeitig auch für junge
Familien attraktiv bleiben“, sagt Silvio Hagemann. „Neben
barrierefreiem und preiswertem Wohnen muss also auch die Versorgung
durch Kitas, Schulen, Ärzte, Apotheken, Einkaufsmöglichkeiten und
öffentliche Verkehrsmittel gewährleistet sein.“

Doch nicht nur beim barrierefreien Wohnen spielt die Integration
eine wichtige Rolle für die Stadtentwicklung. Viele Akteure fördern
Chancengleichheit in ihrer Gemeinde und haben sich zum Beispiel den
Berufseinstieg von Menschen mit Behinderung zur Aufgabe gemacht. Dazu
gehört die SFZ CoWerk gGmbH im sächsischen Chemnitz, in der mehr als
200 Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten. Angebote des
Unternehmens sind ein Fahrdienst, Dienstleistungen in Haus und Garten
sowie ein Event-Catering-Service. Dazu kommen eine Wäscherei,
Pflege-, Büro- und IT-Dienstleistungen. Mit über 20
Ausbildungsberufen für blinde, seh- und mehrfachbehinderte Menschen
bietet das Unternehmen berufliche Perspektiven und einen
barrierefreien Zugang zum Arbeitsmarkt.

„Green-Tech heizt familien- und altersgerechten Wohnräumen ein“
Wohnungsgenossenschaft Aufbau Dresden eG, Dresden
http://ots.de/f8fkq

„Vom Hausbesetzer zum Hausbesitzer“
Bewohner-Verein Kastanienallee 85, Berlin
http://heimliche-helden.de/vom-hausbesetzer-zum-hausbesitzer

„Bauernhaus wird Mehrgenerationenhaus“
Rinderhof Agrar GmbH Seubtendorf, Seubtendorf
http://heimliche-helden.de/bauernhaus-wird-mehrgenerationenhaus

Alle Heldenprojekte auf http://heimliche-helden.de/heldenkarte

Für hochauflösendes Bildmaterial sprechen Sie uns gerne an. Unter
http://heimliche-helden.de/heldentaten/kleinstadthelden finden Sie
Klickstrecken.

Über „Heimliche Helden“

Auf der Internetseite www.heimliche-helden.de rückt die DKB zu
ihrem 25. Jubiläum ihre Kunden in den Mittelpunkt. Denn, Kredite sind
oft eine unerlässliche Hilfe – es braucht aber vor allem mutige
Akteure, die mit Herzblut, Optimismus und Gespür für die Zukunft
anpacken.

Um dies auch auf die zukünftige Generation zu übertragen, möchte
die DKB zusammen mit dem Crowdfunding-Portal Startnext Projekte an
den Start bringen, die Kindern und Jugendlichen einen nachhaltigen
Umgang mit Ressourcen und gesellschaftliche Verantwortung vermitteln.
Noch bis zum 3. Oktober 2015 können „NACHWUCHSHELDEN“ ihre Idee
einreichen. Im Herbst und Winter läuft die Zeichnungsphase. Wird die
Zielsumme nicht erreicht, hilft der DKB-Fördertopf in Höhe von 25.000
Euro. www.dkb.startnext.com/

Über die Deutsche Kreditbank AG

1990 mit Hauptsitz in Berlin gegründet, betreut die DKB heute über
3 Millionen Privatkunden, beschäftigt 3.100 Mitarbeiter und erreicht
eine Bilanzsumme von 71 Milliarden Euro. 80 Prozent davon setzt das
Institut in Form von Krediten ein und finanziert damit vor allem
alters- und familiengerechte Wohnungen, energieeffiziente Immobilien,
ambulante und stationäre Gesundheitseinrichtungen sowie Bauprojekte
in Schulen und Kindertagesstätten. In der heimischen Landwirtschaft
ermöglicht die DKB Investitionen in Produktionsbedingungen und
Bioenergie. Seit 1996 finanziert die Bank zudem zahlreiche Projekte
im Bereich der erneuerbaren Energien. www.dkb.de

Pressekontakt:
Volker Binnenböse
Deutsche Kreditbank AG
Tel.: 030 / 12030-3612
E-Mail: presse@heimliche-helden.de

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