5. José Carreras Yacht Race: „Dieses Segel-Erlebnis hilft mir, ins normale Leben zurückzufinden!“ / Acht Leukämie-Patienten aus ganz Deutschland starteten bei der großen Charity-Regatta in Kroatien (FOTO)

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Gemeinsam mit 300 Persönlichkeiten aus Sport und Wirtschaft
starteten acht Leukämie-Patienten aus ganz Deutschland bei der großen
Charity-Regatta in Kroatien. „Diese Menschen, die nach einer sehr
schweren Zeit jetzt wieder in ein neues Leben segeln, machen damit
auch anderen Betroffenen und deren Familien Mut“, so Dr. Gabriele
Kröner, Geschäftsführender Vorstand der José Carreras
Leukämie-Stiftung.

Leinen los in ein neues Leben: Acht Leukämie-Patienten aus ganz
Deutschland nahmen auf Einladung der José Carreras Leukämie-Stiftung
am 5. José Carreras Yacht Race teil. Die Charity-Regatta fand im
Rahmen des traditionellen 21. Business Cups statt, der von Pitter
Yachtcharter (www.pitter-yachting.com) vom 28. Mai bis zum 1. Juni
2016 vor der Küste von Biograd (Kroatien) ausgetragen wurde. Mit 30
Schiffen und rund 300 Seglern am Start wurde ein neuer
Teilnehmerrekord aufgestellt.

Dr. Gabriele Kröner, Geschäftsführender Vorstand der José Carreras
Leukämie-Stiftung (vorne, 2.v.l.): „Mit dem José Carreras Yacht Race
sammeln wir nicht nur Spenden für neue Forschungs- und
Sozialprojekte, sondern bringen den wichtigen Kampf gegen Leukämie
und andere bösartige Blut- oder Knochenmarkerkrankungen ins
Bewusstsein der Menschen. Leukämie kann jeden treffen. Die gemeinsame
Teilnahme an der Regatta schafft für die acht Patienten ein neues
Lebensgefühl. Diese Menschen, die nach einer sehr schweren Zeit jetzt
wieder in ein neues Leben segeln, machen damit auch anderen
Betroffenen und deren Familien Mut. Viele Patienten waren das erste
Mal auf einem Schiff. Dass die José Carreras Crew dann – mit
Unterstützung zwei Skipper – am Ende auf einem hervorragenden 19.
Platz landete, ist das Tüpfelchen auf dem I.“

Klaus Pitter, Geschäftsführer von Pitter Yachtcharter: „Es ein
wunderbares Gefühl, dass wir über unseren Sport auch in diesem Jahr
wieder ein kleines Stück dazu beitragen können, Menschenleben zu
retten. Das José Carreras Yacht Race ist nicht nur der Auftakt
unserer Regattawoche, sondern auch einer der Höhepunkte. Dies
bestätigt auch der neue Teilnahmerekord von 30 Schiffen.“

Die Benefiz-Regattaserie José Carreras Yacht Race wurde 2012 ins
Leben gerufen. Insgesamt wurden bereits Spenden von rund 70.000 Euro
ersegelt. Medial unterstützt wird das José Carreras Yacht Race von
der Segler-Zeitung (www.segler-zeitung.de).

Stimmen der Patienten:

Rebecca J. (35, hinten, 4.v.l.), Krankenschwester, Weimar: „Im
Oktober 2013 bin ich wegen Rückenschmerzen zu meiner Hausärztin
gegangen. Als ich nach einer Woche immer noch Schmerzen hatte und
mich total schlapp fühlte, hat sie mein Blut untersucht. Die Werte
waren sehr schlecht. Ich wurde sofort ins Krankenhaus nach Wiesbaden
eingewiesen und lag dort zunächst auf meiner eigenen Station. Im März
2014 wurde ich dann zu meinen Eltern ins Uni-Krankenhaus von Jena
verlegt. Es folgten viele Komplikationen, ein drohendes
Multi-Organversagen und eine lange Suche nach einem Spender – meine
Überlebenschancen betrugen damals nur zehn Prozent. Am 5. Juni 2014
wurde ich dann endlich transplantiert. Das brachte die Wende und es
geht mir wieder gut, obwohl die Angst vor einem Rückfall immer da
ist. Jetzt an dieser Regatta teilzunehmen, ist wunderbar. Es hilft
mir die schlimme Zeit zu vergessen und ins normale Leben
zurückzufinden.“

Heiko K. (45, vorne, 3.v.l.), Kelkheim, IT-Consultant,
verheiratet, 3 Kinder (Tochter 10, Söhne 8 und 4): „Die Leukämie
wurde bei mir 2009 während einer Routineuntersuchung beim Hausarzt
diagnostiziert. Ich bin damals in ein schwarzes Loch gefallen, aber
Gott sei Dank schlugen die Medikamente an. Für mich ist das José
Carreras Yacht Race eine schöne Gelegenheit Menschen zu treffen, die
ein ähnliches Schicksal hatten und jetzt wieder ein fast normales
Leben führen können.“

Joachim K. (36, hinten, 1.v.l.), Salz bei Bad Neustadt,
Controller, verheiratet, Sohn (6): „Die Leukämie war für mich wie
eine Vollbremsung. Im Dezember 2012 hatte ich eine schlechte heilende
Allerweltswunde und bin deshalb drei Tage vor Weihachten zum Hausarzt
gegangen. Der Doktor überwies mich sofort ins Uni-Klinikum Würzburg.
Ich durfte noch nicht einmal nach Hause, um meine Sachen zu holen.
Die Chemo war heftig. Mein ganzer Mund- und Rachenbereich war offen.
Ich konnte weder essen noch trinken und musste künstlich ernährt
werden. Und wegen einer drohenden Sepsis lag ich mehrere Tage auf der
Intensivstation. Die Wende brachte dann die Stammzelltherapie. 19
Tage nach dem Eingriff ging es relativ schnell aufwärts und nach 37
Tagen konnte ich das Krankenhaus verlassen. Viel Unterstützung habe
ich in dieser Zeit auch von meinem Arbeitgeber bekommen. Mein Job war
nie in Gefahr und ich hatte den Kopf frei, gegen die Krankheit zu
kämpfen. Das Gefühl, jetzt auf dem Meer in dieser traumhaften
Landschaft segeln zu dürfen und alles abzuschütten, ist
unbeschreiblich. Das erfüllt mich mit sehr viel Dankbarkeit.“

Markus A. (34, hinten, 2.v.l.), Student zum Wirtschaftsingenieur,
Schweinfurt: „Bei mir ging alles schnell – Erkrankung und Heilung. An
einem Freitag im Mai 2014 litt ich unter Schmerzen im Brustbereich.
Am Samstag bin ich dann ins Joseph-Spital nach Würzburg gegangen, am
Montag folgte die Knochenmarkpunktion und am Dienstag begann die
Chemo. 32 Tage nach der Stammzelltherapie wurde ich entlassen. Kurz
darauf bin ich dann wieder ins Fitnessstudio – allerdings zunächst
mit Mundschutz. Ende 2014 habe ich mir selbst die Krankheit als
besiegt erklärt und mein Studium fortgesetzt. Ich habe sehr viel
Glück gehabt. Bei mir ist alles glatt gelaufen.“

Anina M. (27, vorne, 1v.l.), Verwaltungsfachangestellte, Mainz:
„2002 wurde bei mir eine sehr schwere Aplastische Anämie
diagnostiziert, eine Sonderform der Blutarmut, die zunächst
erfolgreich mit Medikamenten behandelt wurde. 2004 kam die Krankheit
wieder. 2008 erhielt ich dann eine Stammzellentransplantation. Bei
einem weiteren Eingriff kam es dann zu Komplikationen. Ich fiel ins
Koma und meine Nieren versagten. Bis 2015 was ich deshalb
Dialysepatientin. Mittlerweile geht es mir wieder besser. Jetzt am
José Carreras Yacht Race teilzunehmen, ist wunderschön. Hier kann
sich mit anderen Patienten austauschen und gemeinsam Abstand
gewinnen.“

Tobias K. (21, hinten, 6.v.l.), Medizin-Student, Hermaringen bei
Ulm: „Ich hatte als fünfjähriges Kind Leukämie und kann mich selbst
nur wenig daran erinnern. Mein Vater hat mir erzählt, dass ich so
schlapp war, dass er mich dauernd tragen musste. Dennoch hat die
Krankheit bei mir Spuren hinterlassen: Auch wegen meiner eigenen
Erkrankung studiere ich jetzt Medizin.“

Frank O. (47, hinten, 5.v.l.), Vertriebsleiter, Hannover,
verheiratet, zwei Töchter (12 und 14): „Ich bin im August 2011 zu
meinem Hausarzt gegangen, weil ich seit drei Monaten unter Husten
litt. Nach einem Bluttest war dann die Diagnose ein Schock für mich:
Ich litt unter einem Lymphom, einem Tumor des Lymphgewebes. Das war
die schlimmste Zeit meines Lebens. Ich bin Alleinverdiener, habe zwei
Töchter und mir war klar: Sterben ist keine Option. Ich möchte nicht,
dass meine Kinder ohne den Vater aufwachsen. Also Augen zu und durch,
um gesund zu werden. Gott sei Dank hat mich auch mein Arbeitgeber
immer unterstützt. Ich musste mir also zumindest um meine berufliche
Zukunft keine Sorgen machen. Nach einem Rückfall erhielt ich am 10.
Mai 2013 im Uniklinikum Hannover eine autologe
Stammzelltransplantation. Die Behandlung mit meinen eigenen
Stammzellen schlug sehr gut an und jetzt genieße ich es, beim José
Carreras Yacht Race in ein neues Leben zu segeln.“

Werner G. (65, Reihe hinten, 3.v.l.), Telekombeamter a. D., Wolken
nähe Koblenz, verheiratet, drei Kinder (38, 35 und 15): „2007 wurde
bei mit ein Multiples Myelom diagnostiziert, eine bösartige
Erkrankung des Knochenmarks. Nach Chemo und Autologer
Stammzellentransplantation war die Krankheit zunächst im Griff, aber
2010 kam ein Rückfall. Ich hatte Glück. Am Stiftsklinikum in Koblenz
konnte ich an einer Medikamenten-Studie teilnehmen, die zunächst
erfolgreich war. Es folgte ein weiterer Rückfall, der aber mit dem
gleichen Medikament wieder gut behandelt wurde. Ich war früher
Windsurfer und genieße es jetzt, beim José Carreras Yacht Race wieder
auf dem Wasser zu sein.“

Honorarfreie Pressebilder erhalten Sie bei pf@burda-fink.de.

Eine Video-Reportage über das 5. José Carreras Yacht Race finden
Sie hier:

https://youtu.be/EyWli0c66LE

José Carreras Leukämie-Stiftung e.V.

1987 erkrankte José Carreras an Leukämie. Aus Dankbarkeit über die
eigene Heilung gründete er 1995 die gemeinnützige Deutsche José
Carreras Leukämie-Stiftung e.V. und anschließend die zugehörige
Stiftung. Seither wurden bereits über 200 Millionen Euro gesammelt
und mehr als 1000 Projekte finanziert, die den Bau von Forschungs-
und Behandlungseinrichtungen, die Erforschung von Leukämie und ihrer
Heilung sowie die Arbeit von Selbsthilfegruppen und Elterninitiativen
zum Ziel haben. Die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. ist
Träger des DZI Spenden-Siegels, dem Gütesiegel im deutschen
Spendenwesen. Weitere Informationen finden Sie unter:
www.carreras-stiftung.de

Spendenkonto:

Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung
Konto: 319 96 66 04
BLZ: 700 800 00
Commerzbank AG München
SWIFT-BIC: DRESDEFF700
IBAN: DE15 7008 0000 0319 9666 04

Spenden-Telefonhotline: (+49) 01802 400 100
(Kosten aus dem deutschen Festnetz: 0,06 EUR, Kosten aus dem
deutschen Mobilfunknetz: max. 0,42 EUR, Aus dem Ausland können die
Kosten abweichen)/ Spenden-SMS an 81190 Kennwort: Blutkrebs

Pressekontakt:
Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V.
Dr. Gabriele Kröner, Geschäftsführender Vorstand
Elisabethstraße 23 | 80796 München
Tel: 089 / 27 29 04 -0
E-Mail: presse@carreras-stiftung.de

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