Absturz häufigste Ursache bei tödlichen Arbeitsunfällen / BAuA-Faktenblatt führt Fakten und Ursachen von tödlichen Abstürzen auf

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Abstürze bilden einen deutlichen Schwerpunkt als
Ursache für tödliche Arbeitsunfälle. Die Bundesanstalt für
Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat über 400 Unfallberichte
zu tödlichen Absturzunfällen aus den Jahren 2009 bis 2016
ausgewertet. Die Ergebnisse fasst das Faktenblatt „Tödliche
Arbeitsunfälle – Absturzunfälle“ zusammen. So stürzte jedes dritte
Unfallopfer aufgrund fehlender Sicherungsmaßnahmen vom Dach oder
durch eine Lichtkuppel. Bei mehr als jedem zehnten Unfall erfolgte
der Sturz aus weniger als zwei Metern Höhe. Insbesondere ältere
Beschäftigte tragen ein erhöhtes Unfallrisiko. Die Unfallopfer waren
fast ausschließlich männlich.

Obwohl die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle seit 2010 leicht
zurückgegangen ist, liegt der Anteil der Absturzunfälle bei etwa 25
Prozent. Die Unfallopfer brechen dabei oft durch Lichtkuppeln oder
fallen von Gerüsten. Nicht tragfähige Bauteile spielten bei etwa
jedem dritten Unfall eine Rolle. Auch wenn Abstürze aus 5 bis 10
Metern den größten Anteil ausmachen, so können bereits Stürze aus
geringen Höhen tödlich enden. So erfolgte in 49 Fällen der Absturz
aus weniger als zwei Metern Höhe. Die meisten tödlichen
Absturzunfälle ereigneten sich bei Montagearbeiten,
Demontagetätigkeiten und Transportarbeiten. Dabei ist die Baustelle
mit einem Anteil von rund 65 Prozent der häufigste Unfallort. Fast
drei Viertel der Unfallopfer waren Routiniers mit mehr als
dreijähriger Berufserfahrung. Fast die Hälfte der Abgestürzten war
älter als 50 Jahre.

In mehr als der Hälfte der Absturzunfälle war die
Gefährdungsbeurteilung unvollständig oder nicht an aktuelle
Änderungen des Arbeitssystems angepasst. In knapp 300 Fällen lagen
Verstöße gegen sicherheitstechnische Vorschriften vor. Zudem bestand
in 65 Fällen für die zum Unfall führenden Tätigkeiten kein
Arbeitsauftrag. Nach Einschätzung der Unfallermittler hätten
Absturzsicherungen in etwa jedem dritten Fall Unfallfolgen
wahrscheinlich mildern können.

Das Faktenblatt „Tödliche Arbeitsunfälle – Absturzunfälle“ gibt es
im Internetangebot der BAuA unter der Adresse
www.baua.de/publikationen.

Direkter Link: www.baua.de/dok/8705612

Forschung für Arbeit und Gesundheit

Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen
Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt
für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im
Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den
Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt
hoheitliche Aufgaben – im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit
und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine
Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des
Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 700 Beschäftigte
arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in
der Außenstelle Chemnitz.

www.baua.de

Pressekontakt:
Jörg Feldmann
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Gruppe 6.1, Pressearbeit
Friedrich-Henkel-Weg 1-25
44149 Dortmund
Tel.: 0231 9071-2330
Fax: 0231 9071-2299
E-Mail: presse@baua.bund.de
www.baua.de

Original-Content von: Bundesanstalt f?r Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, übermittelt durch news aktuell

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