Afghanistan: Kämpfe in Kundus erschweren Hilfe vor Ort / Johanniter leisten seit Jahren medizinische Hilfe im Norden Afghanistans (FOTO)

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Als eine der wenigen deutschen Hilfsorganisationen vor Ort leisten
die Johanniter seit mehr als dreizehn Jahren in Afghanistan Hilfe im
medizinischen Bereich. Rund 1,3 Millionen Menschen haben bereits von
dem Engagement der Johanniter im Land profitiert. So haben die
Johanniter tausende Menschen in Erster Hilfe und Katastrophenvorsorge
geschult sowie medizinische Einrichtungen saniert und sie mit
medizinischem Material ausgestattet. Im August 2013 eröffneten die
Johanniter eine Mutter-Kind-Klinik außerhalb Kabuls, in der seither
täglich bis zu 200 Patienten medizinisch versorgt werden. Von den
Johannitern ausgebildete Hebammen helfen bei der Versorgung der
Schwangeren und jungen Mütter in den ländlichen Gegenden.

Afghanistan gehört noch immer zu den ärmsten Ländern der Welt. 3,3
Millionen Menschen mussten in den vergangenen Jahren aufgrund von
Armut und Gewalt ihre Heimat verlassen. Die aktuellen Kämpfe in
Kundus verschärfen die Situation. „5000 Menschen suchen derzeit
Schutz innerhalb der umkämpften Regionen der Stadt Kundus. Die
Straßen sind unpassierbar“, berichtet James Williams, Leiter des
Johanniter-Länderbüros in Kabul. Ein Standort der Johanniter liegt
nur eineinhalb Autostunden von Kundus entfernt. Der Weg zur Klinik
der Johanniter in Faizabad führt an Kundus vorbei, deshalb können
Nachschublieferungen nur unter sehr schwierigen Umständen dorthin
gebracht werden. „Das Ausmaß der Kämpfe in Kundus ist Zeugnis der
zunehmenden Destabilisierung des Landes. Unsere Arbeit wird dadurch
erschwert“, so André Breitenstein, Projektkoordinator der Johanniter
für Afghanistan.

Trotz der instabilen Sicherheitslage konnte die internationale
Gemeinschaft in den letzten Jahren in Afghanistan viel erreichen:
„Der Bevölkerung geht es heute viel besser als vor 2002. Über acht
Millionen Kinder gehen in Afghanistan zur Schule. Mehr als drei
Viertel der Bevölkerung haben Zugang zu medizinischer Versorgung. Die
Mütter- und Kindersterblichkeit, die im Jahr 2000 noch mit die
höchste weltweit war, konnte erheblich gesenkt werden“, resümiert
Breitenstein. Die Johanniter haben dazu in den vergangenen 13 Jahren
einen wichtigen Beitrag geleistet.

Hinweis an die Redaktionen: Johanniter-Projektkoordinator André
Breitenstein sowie Johanniter-Länderbüroleiter James Williams stehen
für Interviews zur Verfügung. Bitte melden Sie sich bei der
Pressestelle unter Tel. 030 – 26997 360.

Für Ihre Arbeit in Afghanistan sind die Johanniter auf Spenden
angewiesen.

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.:
Stichwort: „Afghanistan“
Spendenkonto: 433 0433 00, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00
IBAN: DE94 3702 0500 0433 0433 00, BIC: BFSWDE33XXX
oder Online: www.johanniter-helfen.de

Weitere Informationen zur Arbeit der Johanniter in Afghanistan
finden Sie unter: www.johanniter.de/afghanistan

Pressekontakt:
Therese Raatz
Pressesprecherin

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Lützowstraße 94
10785 Berlin
Telefon 030 26997 360
Mobil 0173 6193102
Fax 030 26997 55 360
E-Mail: medien@johanniter.de

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