AIDS-Stiftung: Direkte Hilfsleistungen steigen 2015 um 26,4 %

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Im Jahr 2015 bestand weiterhin ein hoher Bedarf an
Unterstützungsleistungen der Deutschen AIDS-Stiftung. 2015 wurden an
die Deutsche AIDS-Stiftung insgesamt 2.068 Anträge für Einzel-,
Gruppen- und Projekthilfen in Deutschland sowie Projekthilfen in
Mosambik und Südafrika gestellt. Im Vergleich zu 2014 blieben die
Antragszahlen auf ähnlich hohem Niveau (2014: 2.053). Gegenüber dem
Vorjahr nahmen die direkten Hilfsleistungen im In- und Ausland 2015
auf insgesamt 1.512.220 EUR zu (2014: 1.196.498 EUR). Dies
entspricht einer Steigerung von 26,4 %. Daneben wurden 187.113 EUR
für die Wohnprojekte in Berlin und Hannover (in Planung) aufgewandt.

„In Deutschland konnte die Stiftung 2.362 HIV-positiven Menschen
und ihren Familien in individuellen Notlagen helfen. Hinzu kommen
Tausende Menschen mit HIV/AIDS, die von uns geförderte Hilfsprojekte
in Deutschland nutzten. Unsere Antragstellenden gehören zu den 10 %
bis 15 % aller mit HIV in Deutschland lebenden Menschen, die bereits
an Begleiterkrankungen der HIV-Infektion oder Nebenwirkungen der
Therapie leiden“, sagt Prof. Dr. med. Elisabeth Pott,
Vorstandsvorsitzende der Deutschen AIDS-Stiftung.

Wie seit vielen Jahren ist ein großer Teil der Spenden auf
Benefizprojekte zu Gunsten der Deutschen AIDS-Stiftung
zurückzuführen. Zum insgesamt steigenden Spendenergebnis trugen auch
die stabilen Mailingergebnisse bei.

„Aus dem Zusammentreffen einer Vielzahl gesellschaftlicher,
gesundheitlicher und materieller Problemlagen ergibt sich bei vielen
Antragstellenden der besondere Bedarf auch an finanziellen Hilfen
über die gesetzlichen Sozialleistungen hinaus. In Deutschland
benötigen besonders HIV-positive Frauen und Menschen mit
Migrationshintergrund die Hilfe der Deutschen AIDS-Stiftung“, so Dr.
Ulrich Heide, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen
AIDS-Stiftung.

Besonders hoch liegt mit 49,4 % der Anteil weiblicher
HIV-positiver Antragstellender bei der AIDS-Stiftung. Der Anteil
HIV-positiver Frauen an allen in Deutschland lebenden HIV-positiven
Menschen beträgt lediglich 18,0 %. Neben der insgesamt schlechteren
Einkommenssituation von Frauen in unserem Land dürfte hier
ausschlaggebend sein, dass 56 Prozent der antragstellenden Frauen
alleinerziehende Mütter sind und 66 Prozent nicht in Deutschland
geboren wurden. Frauen mit Migrationshintergrund stehen u.a. vor
höheren Barrieren beim Zugang zum Arbeitsmarkt.

Seit einigen Jahren steigt die Zahl von Antragstellern, die aus
Subsahara-Afrika stammen: 2015 lag sie bei 29,8 % aller
Antragstellenden. Erklärbar wird diese Entwicklung durch die hohe
HIV-Prävalenz in diesen Ländern. Sie beträgt im am stärksten
betroffenen Land Südafrika 18,9 Prozent, ist aber auch in West- und
Ostafrika deutlich höher als bei uns.

Mit 51,4 % ist die Anzahl der aus Deutschland stammenden
Antragstellenden die größte. Die Aufnahme von Menschen aus Syrien in
Deutschland hat allerdings keine große Auswirkung auf die
Antragszahlen der Stiftung: Nur zwei Menschen aus Syrien stellten im
Berichtsjahr Anträge auf Hilfe.

HIV/AIDS ist nach wie vor nicht heilbar. Alle Aktivitäten der
Stiftung dienen daher auch dem Ziel immer wieder Aufmerksamkeit auf
das Thema zu lenken. Daher hat die AIDS-Stiftung im Jahr 2015 auch
eine Kooperation mit der HMKW Hochschule für Medien, Kommunikation
und Wirtschaft begonnen. Ein erstes gemeinsames Projekt hat zur
Produktion eines Social Spots geführt, der anlässlich des
Welt-AIDS-Tages in zahlreichen Medien ausgestrahlt wurde.

In Subsahara-Afrika konnte die Deutsche AIDS-Stiftung die
Förderung in Mosambik und Südafrika weiter ausbauen. In Mosambik
versorgten die drei von der Stiftung geförderten Gesundheitsstationen
des DREAM-Programms im vergangenen Jahr 10.673 Patienten. Der
Schwerpunkt lag hier auf HIV-positiven Schwangeren, die unter
antiretroviraler Therapie 997 Babys gesund zur Welt brachten. In
Südafrika fördert die AIDS-Stiftung bei HOPE CAPE TOWN
Gesundheitsberatung in drei Townships rund um Kapstadt. Die Beratung
erfolgt über Hausbesuche, Gespräche und Veranstaltungen für
HIV-positive Menschen.

Der Jahresbericht 2015 der Deutschen AIDS-Stiftung kann
heruntergeladen werden: http://aids.st/jb.

Spendenkonto der Deutschen AIDS-Stiftung IBAN: DE85 3705 0198 0008
0040 04

Die Deutsche AIDS-Stiftung ist die größte AIDS-Hilfsorganisation
in Deutschland, die betroffenen Menschen materielle Unterstützung
bietet. Sie hilft seit fast 30 Jahren bedürftigen Menschen mit HIV
und AIDS in Deutschland durch Einzelhilfen und die Unterstützung von
Projekten wie beispielsweise Betreutes Wohnen. Darüber hinaus fördert
die Stiftung seit dem Jahr 2000 ausgewählte Hilfsprojekte, etwa für
Aidswaisen, Jugendliche, Mütter und ihre Kinder, vor allem im
südlichen Afrika. Die Urstifter 1987 waren Rainer Ehlers, der Verband
der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) und das Deutsche Rote
Kreuz.

Pressekontakt:
Pressestelle der Deutschen AIDS-Stiftung
Dr. Volker Mertens (Pressesprecher)
Sebastian Zimer (Pressereferent)

Telefon: 0228 60469-31 und -33
Fax: 0228 60469-99
E-Mail: presse@aids-stiftung.de

Münsterstraße 18
53111 Bonn
www.aids-stiftung.de

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