AIDS-Stiftung: Mehr HIV-Test Angebote und mehr Hilfen notwendig

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Das Robert Koch-Institut informierte heute darüber,
dass rund 83.400 Menschen mit HIV und AIDS Ende 2014 in Deutschland
lebten. Dies sind geschätzte 3.400 Personen mehr als Ende 2013. Mit
15.100 sind 18,1 Prozent aller HIV-positiven Menschen weiblich, ca.
10.400 Menschen (10,5 %) stammen aus dem Ausland. 13.200 HIV-positive
Menschen sind ungetestet und wissen daher noch nicht von ihrer
HIV-Infektion.

Die Deutsche AIDS-Stiftung geht davon aus, dass mit der steigenden
Zahl von HIV-positiven Menschen in Zukunft auch die Nachfrage nach
Beratung und Hilfe zunimmt. Dies gilt vor allem für besonders
hilfsbedürftige Gruppen wie HIV-positive Frauen und HIV-positive
Menschen aus anderen Kulturen. Bereits jetzt sind beide Gruppen
besonders häufig von Armut bedroht. Über die Hälfte der Hilfsanfragen
an die AIDS-Stiftung im Jahr 2014 kamen von HIV-positiven Frauen
(50,3 %), obwohl sie nur 18,1 Prozent aller HIV-positiven Menschen in
Deutschland stellen. Rund 47 Prozent der HIV-positiven
Antragstellenden bei der Stiftung waren nicht in Deutschland geboren.
Ihr Anteil an allen HIV-positiven Menschen liegt, wie oben genannt,
bei 10,5 Prozent. Die Notlagen entstehen bei HIV-positiven Frauen
durch den schlechteren Zugang zum Arbeitsmarkt, zum Beispiel bei
alleinerziehenden HIV-positiven Müttern. Bei Migrantinnen und
Migranten ergeben sich häufig mehrere Problematiken: sprachliche
Barrieren, geringe Kenntnisse des Gesundheitswesens, Vorurteile am
Arbeitsmarkt sowie eine stärkere Tabuisierung von HIV/AIDS in ihrem
gesellschaftlichen Umfeld.

Die große Zahl von HIV-positiven Menschen, die noch nichts von
ihrer HIV-Infektion wissen, zeigt die Notwendigkeit intensiverer
medizinischer Beratung. Hier sind vor allem die Allgemein-Mediziner
gefordert. Bei der Erhebung der Krankheitsgeschichte und ausgehend
von Krankheitssymptomen, die auch auf eine potenzielle HIV-Infektion
schließen lassen, sollte im Arzt-Patienten-Gespräch ein HIV-Test
thematisiert und angeboten werden. Viele HIV-positive Menschen
könnten im Falle eines positiven Ergebnisses frühzeitiger mit ihrer
Therapie beginnen. „Entstigmatisierung, Beratung und Hilfe sind
untrennbar miteinander verbunden“, sagt Prof. Dr. med. Elisabeth
Pott, Vorstandsvorsitzende der Deutschen AIDS-Stiftung. „Nur in einem
vorurteilsfreien, einfühlsamen Gespräch kann Beratung Erfolg haben.
Und jede bzw. jeder mit einer HIV-Infektion sollte wissen, das
AIDS-Beratungsstellen und die Deutsche AIDS-Stiftung im Notfall an
ihrer und seiner Seite stehen“.

Spendenkonto 8004004 // Sparkasse KölnBonn // BLZ: 370 501 98
IBAN: DE85 3705 0198 0008 0040 04 // BIC: COLSDE33

Die Deutsche AIDS-Stiftung ist die größte AIDS-Hilfsorganisation
in Deutschland, die betroffenen Menschen materielle Unterstützung
bietet. Die Stiftung hilft seit über 25 Jahren bedürftigen Menschen
mit HIV und AIDS in Deutschland durch Einzelhilfen und die
Unterstützung von Projekten wie beispielsweise Betreutes Wohnen.
Darüber hinaus fördert die Stiftung seit dem Jahr 2000 ausgewählte
Hilfsprojekte, etwa für Aidswaisen, Jugendliche, Mütter und ihre
Kinder, vor allem im südlichen Afrika.

Pressekontakt:
Pressestelle der Deutschen AIDS-Stiftung
Dr. Volker Mertens (Pressesprecher)
Sebastian Zimer (Pressereferent)

Telefon: 0228 60469-31 und -33
Fax: 0228 60469-99
E-Mail: presse@aids-stiftung.de

Münsterstraße 18
53111 Bonn
www.aids-stiftung.de

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