Aktionstag gegen die Glücksspielsucht – Lotto ist ein harmloses Spiel / Die Anstrengungen dort konzentrieren, wo die Sucht entsteht

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In Deutschland florieren Spielhallen und andere
Glücksspielarten, von denen eine ernsthafte Suchtgefahr ausgeht. Der
Staat versucht mit Verboten gegenzusteuern und hat bislang
paradoxerweise eher das Gegenteil bewirkt. Harmlose Spiele wie Lotto
6aus49, Klassenlotterien und Soziallotterien verlieren aufgrund
strenger und teilweise absurder Werbe- und Vertriebsbeschränkungen
seit Jahren Milliardenumsätze und müssen für Warnhinweise wie
„Glücksspiel kann süchtig machen“ herhalten. Ein massiver
Imageschaden für das harmlose Lotto.

Der Deutsche Lottoverband (DLV) fordert anlässlich des
bundesweiten Aktionstages gegen die Glücksspielsucht (23.09.) eine
Überarbeitung des Glücksspielstaatsvertrages sowie den Abbau von
Verboten und Beschränkungen bei erwiesenermaßen harmlosen Lotterien.
„Nur so lässt sich das Interesse hin zu Spielen lenken, von denen
nachgewiesenermaßen keine Suchtgefahr ausgeht“, so Norman Faber,
Präsident des DLV.

In Deutschland sind ca. 264.000 Menschen im Alter von 16 bis 65
Jahren glücks-spielsüchtig, jeder zweite ist lt. der Bundeszentrale
für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) an einem Geldspielautomaten in
die Sucht eingestiegen. Spielsucht entsteht durch eine hohe
Ereignisfrequenz, d.h. einem geringen zeitlichen Abstand zwischen
Spieleinsatz, Gewinn oder Verlust. Bei zwei Lottoziehungen in der
Woche kann eine ernsthafte Suchtgefahr dagegen nicht entstehen, da
ist sich die Spielsuchtforschung einig. Zudem liegt der
durchschnittliche Wocheneinsatz bei Lotto unter 15 Euro.

„Lotto ist in keinem Fall Einstiegsdroge oder Suchtverstärker“, so
Faber. „Hierzu gibt es zahlreiche wissenschaftliche Studien und sogar
das Ergebnis einer umfassenden Befragung eines Gerichtes.“ Das
Verwaltungsgericht Halle hatte in Vorbereitung eines Urteils (Az. 3 A
158/09 HAL) vor fünf Jahren mehr als 600 Betreuungsgerichte sowie 100
Suchtfachkliniken in ganz Deutschland empirisch befragt, inwieweit
sie Spielsuchtfällen begegnet sind und welchen Glücksspielarten diese
zuzuschreiben waren. Das Ergebnis war eindeutig: Bei dem beliebten
Spiel der Deutschen – Lotto – gibt es es keine Suchtgefahren.

„Mit den Werbe- und Vertriebsrestriktionen für Lottospiele wird
mit Kanonen auf Spatzen geschossen“ so Faber. „Es muss dort
aufgeklärt und reguliert werden, wo Spielsucht entsteht – aber nicht
bei den Lotterien.“

Der Deutsche Lottoverband ist der Zusammenschluss der unabhängigen
Spiel-vermittler in Deutschland. Der Verband setzt sich aktiv und
konstruktiv für eine umfassend neue Lotterie-Regulierung ein, die ein
faires Miteinander von staatli-chen und privatwirtschaftlichen
Anbietern ermöglicht, den Bedürfnissen einer modernen und digitalen
Gesellschaft gerecht wird und die Marke „Lotto“ hierzulande und im
internationalen Wettbewerb stärkt.

Pressekontakt:
Deutscher Lottoverband
Tel.: 040/89 00 39 69
info@deutscherlottoverband.de

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