Allg. Zeitung Mainz: Der Kistenteufel / Kommentar zum G7-Protest

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Wenn man den Blockupy-Protest von Frankfurt auf die
Demonstration hochrechnet, die für das Außenministertreffen der
G7-Staaten in Lübeck angekündigt ist, muss man das Schlimmste
befürchten: brennende Autos, zersplittertes Glas und zahlreiche
Verletzte. Christoph Kleine etwa war einer der Sprecher von Blockupy,
aus seiner wirren Sicht hatte die Polizei die Randale in Frankfurt
initiiert. Jetzt taucht er wie ein Kistenteufel wieder auf: als
Sprecher des Bündnisses „Stop G7“. Im wirklichen Leben betreibt
Kleine eine kleine Firma, die mit Kasperletheatern handelt. In seiner
Heimatstadt Lübeck aber gilt er als „General des Chaos“, für den G7
eine „Mauschelrunde“ ist und das Außenministertreffen „ein PR-Event“.
Mehr an Inhalten hat der politische Dünnbrettbohrer, der sich mit
Gewalt wichtig machen will, nicht zu bieten. Doch anders als er
glauben machen will, ist nicht die EZB in Frankfurt schuld daran,
dass Griechenland verarmt. Und genauso wenig vertritt G7 eine
militaristische Ausrichtung, wie jetzt das Lübecker Bündnis
schwadroniert. Kleine und die Straßenkämpfer, die sich um ihn
scharen, sehen sich auf der linken Seite des politischen Spektrums.
Dort aber gibt es seriösere Repräsentanten und ernst zu nehmendere
Kritik an G7: etwa die des Linksfraktionschefs Gregor Gysi. Der hat
kritisiert, dass Putin ausgegrenzt wird, weil ohne Russland eine
Krisenlösung nicht möglich sei. Mit dieser Kritik hat sich Gysi eben
auch zu G7 bekannt, zum Außenministertreffen in Lübeck sowie zum
späteren G7-Gipfeltreffen, das auf Schloss Elmau folgen soll.

Pressekontakt:
Allgemeine Zeitung Mainz
Florian Giezewski
Regionalmanager
Telefon: 06131/485817
desk-zentral@vrm.de

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