Allg. Zeitung Mainz: Führerschein nötig / Kommentar zu Drohnen von Christian Matz

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Der Vorfall am Londoner Flughafen Heathrow, bei dem
eine Drohne mit einem Passagierflieger zusammengestoßen sein soll,
zeigt: Ganz schnell wird aus einer harmlosen Spielerei ein
gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr. Denn Drohnen sind nicht nur
das perfekte Geschenk für den technikbegeisterten Hobbypiloten,
sondern sie sind auch bestens dazu geeignet, echten Piloten
ernsthafte Probleme zu bereiten. Der Verkauf der unbemannten
Fluggeräte boomt, und zwar derart, dass der Gesetzgeber gar nicht
hinterherkommt, deren Einsatz genauer zu regeln. Die Folge: Praktisch
jeder kann die Drohnen kaufen und fliegen lassen, praktisch niemand
überprüft, ob sich die Besitzer auch sämtlicher Risiken bewusst sind.
London zeigt jedoch, dass unbedingt schärfere Regeln nötig sind. Der
Unfall wirft ein Schlaglicht auf mögliche Gefahren: Dass Laien die
Geräte im Umfeld von Flughäfen einsetzen, muss verhindert werden.
Deshalb ist die Forderung der Deutschen Flugsicherung, die eine
Registrierungspflicht und einen „Drohnenführerschein“ will, völlig
richtig. In einer Schulung müssen die wichtigsten Sicherheitsregeln
und zudem weitere rechtliche Aspekte angesprochen werden: So werden
Drohnen gerne für Foto- und Videoaufnahmen eingesetzt – dass dabei
aber auch Persönlichkeitsrechte der Gefilmten zu beachten sind, wird
von den Besitzern oft ignoriert. Über eines muss man sich allerdings
im Klaren sein: Wer die Drohnen für kriminelle Zwecke – oder gar für
Anschläge – einsetzen will, wird sich von derlei Regelungen nicht
abhalten lassen. Diese Gefahr ist die Kehrseite der technischen
Entwicklung.

Pressekontakt:
Allgemeine Zeitung Mainz
Wolfgang Bürkle
Newsmanager
Telefon: 06131/485890
online@vrm.de

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