Allg. Zeitung Mainz: Gut so / Kommentar von Friedrich Roeingh zu Blatters Abgang

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Danke, Joseph Blatter. Man kann diesem Mann nur
danken, dass er nicht gleich nach der Reihenfestnahme seiner
hochrangigen Fifa-Kollegen zurückgetreten ist. Ja, man muss Sepp
Blatter dafür danken, dass er sich noch einmal hat wiederwählen
lassen, dass er wie Pech auf seinem Stuhl kleben bleiben wollte. Es
ist gut, dass diese durch und durch korrupte Organisation vor ein
paar Tagen nicht im Hauruckverfahren einen Nachfolger bestimmen
musste. Eine Organisation, deren Exekutivmitglieder sich in ihrer
Verlogenheit nur graduell unterscheiden – auch wenn nicht alle an
kriminellen Handlungen beteiligt gewesen sind. Bis zur Einberufung
eines neuen Fifa-Kongresses muss nun in aller Gründlichkeit das
Großreinemachen einsetzen. Dabei geht es nicht darum, den Fußball zu
entkommerzialisieren. Das Spiel um den Ball wird auch nach der
Blatter-Ära das größte Milliardenspiel im weltweiten Sport bleiben.
Transparenzregeln aber müssen her, die ihren Namen wert sind. Das
Finanzgebaren der Fifa muss auch in ihren regionalen Verzweigungen
einer unabhängigen Betriebsprüfung unterzogen werden. Die
Ethikkommission muss ihren Ehrenkodex noch einmal überarbeiten und
endlich auch durchsetzen. Exekutivmitglieder, die mitgepanscht haben,
müssen zum Rücktritt gedrängt werden. Entscheidend aber wird die
Frage zum Umgang mit der Skandal-WM in Katar sein. Wenn es noch
irgendeinen vertretbaren Weg gibt, aus ihr auszusteigen, ist der
Ausstieg zwingend. Und am Ende – man wird an einem solchen Tag ja mal
träumen dürfen – fehlt nur noch der Rücktritt von Bernie Ecclestone.

Pressekontakt:
Allgemeine Zeitung Mainz
Werner Wenzel
Newsmanager
Telefon: 06131/485980
online@vrm.de

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