Allg. Zeitung Mainz: Schluss mit Kuscheln / Kommentar von Julia Sloboda zu Bundesjugendspielen

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Mit Tränen in den Augen kam ein Neunjähriger nach
Hause, weil er bei den Bundesjugendspielen nur eine Teilnehmerurkunde
bekommen hatte. Nun will seine Mutter den Wettbewerb abschaffen
lassen. Das ist der falsche Ansatz, keine Frage. Nur weil man etwas
nicht oder nicht gut kann, muss man daran nicht mehr teilnehmen? Ein
völlig falsches Signal an die Schüler. Wer schlecht in Mathe ist,
muss trotzdem Klassenarbeiten schreiben und auch hier bekommt der
Rest der Schüler mit, wenn die Note nicht so prickelnd war. Und das
ist auch nicht schlimm. Denn der Vergleich untereinander kann auch
anspornend wirken. Eine wichtige Lektion können die Kinder so bereits
in der Grundschule lernen: Im Leben wird nicht immer nur gekuschelt.
Manchmal kommt es eben auch darauf an, Leistung zu bringen, sich mit
anderen zu messen. Da kann im Sport keine Ausnahme gemacht werden.
Nirgendwo sonst liegt es so sehr in der Natur der Sache, sich mit
anderen zu vergleichen. Ein kleiner Trost für die von der Tartanbahn
Traumatisierten bleibt: Erfahrungsgemäß waren es am Ende nicht die
Top-Sportler, die sowohl in Mathe, Deutsch, Erdkunde und Musik zu
überzeugen wussten. Da gab es für gute Leistungen zwar keine Urkunde
vom Bundespräsidenten, aber gute Noten im Zeugnis. Auch nicht so
schlecht, oder?

Pressekontakt:
Allgemeine Zeitung Mainz
Werner Wenzel
Newsmanager
Telefon: 06131/485980
online@vrm.de

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