Allg. Zeitung Mainz: Schuldvermutung / Kommentar zum Fracking

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Die Aussicht ist verlockend: eine neue
Energiequelle, vermutlich lukrativ. Und vor allem vielleicht eine
Wunderwaffe gegen die Abhängigkeit von Staaten, bei denen man am Ende
des Tages nicht wissen kann, was passiert. Siehe Russland. Und sind
Hochtechnologie und Forschung nicht der deutsche Weg schlechthin,
eine Jobmaschine, wenn es gut läuft? Erste Antwort: Ja. Zweite
Antwort: Aber nicht um jeden Preis. Und welcher Preis in Sachen
Fracking zu zahlen wäre, weiß noch kein Mensch. Man muss beileibe
kein Technologieverweigerer oder Radikal-Umweltschützer sein, um
allergrößte Vorsicht einzufordern. In Sachen Fracking muss die
Schuldvermutung gelten. Wenn die „Unschuld“ der Methode nicht absolut
zweifelsfrei bewiesen ist, dann darf sie keine Chance bekommen. Das
sehen im Übrigen auch weite Teile der CDU so, der man nun wahrlich
keine industriefeindliche Grundhaltung nachsagen kann. Es sind schon
eine Menge merkwürdiger Dinge passiert, beim Fracking. Es geht um
nicht weniger als Erdbebengefahr und um Stoffe, die krebserregend
sein könnten. Und wenn die SPD-Umweltministerin Barbara Hendricks nun
erklärt, der Schutz von Gesundheit und Trinkwasser habe absolute
Priorität, dann klingt das auf banale Weise fast lächerlich. Ja – was
denn sonst? Zugegeben: Die Bundesregierung ist in einer schwierigen
Lage. Was in Deutschland nicht verboten ist, ist in aller Regel
erlaubt. Deshalb muss ein Gesetz her. Mit dem jetzt vorgelegten
Entwurf sind eigentlich alle unzufrieden. Darauf lässt sich aufbauen,
würde man sagen, wenn man sarkastisch wäre. Allerhöchste
Aufmerksamkeit ist da geboten.

Pressekontakt:
Allgemeine Zeitung Mainz
Florian Giezewski
Regionalmanager
Telefon: 06131/485817
desk-zentral@vrm.de

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