Allg. Zeitung Mainz: Stefan Schröder zur Organspende: Gedankenlosigkeit

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Organe sind keine Ware, und dennoch werden sie
gehandelt. Wo Mangel herrscht, wächst die Illegalität, manchmal auch
die Kriminalität. So hat sich weltweit ein Schwarzmarkt für
menschliche Organe entwickelt. Selbst in Deutschland hat es Auswüchse
gegeben, die wir noch vor Monaten nicht für möglich gehalten hätten.
Ärzte erstellten Ranglisten nach Zahlungseingang und verdienten dabei
gut. In Indien sei eine Niere schon für 800 Euro zu haben, heißt es,
die Weltgesundheitsorganisation spricht von einer Organ-Mafia, von
beispielsweise jährlich rund verkauften 20000 Nieren, die je nach
Herkunft zwischen 1000 und 30000 Dollar erzielten. Das alles ist
möglich, weil wir gedankenlos mit dem Leid unserer Mitmenschen
umgehen. Gemeint sind nicht diejenigen Bürger, die aus triftigen
Motiven eine Organspende ablehnen. Die haben sich wenigstens Gedanken
gemacht und sind am Ende zu einem negativen Ergebnis gelangt. Die
Mehrzahl der Deutschen übersieht einfach, dass rund 11000 Patienten
auf den Wartelisten der Transplanteure stehen. Viele sterben, bevor
sie durch eine Organspende gerettet werden könnten. Dieses kleine
Wunder widerfährt viel zu wenigen, knapp einem Fünftel. Dabei hat die
Medizin derart Fortschritte gemacht, dass nach einem Eingriff für den
Austausch einer Leber, einer Niere, ja auch des Herzes die
Lebenserwartung spürbar gesteigert werden kann. Wer verhindern
möchte, dass Menschen unnötig lange leiden oder gezwungen sind, sich
Kriminellen anzuvertrauen, der füllt am besten noch heute einen
Spenderausweis aus.

Pressekontakt:
Allgemeine Zeitung Mainz
Florian Giezewski
Regionalmanager
Telefon: 06131/485817
desk-zentral@vrm.de

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