Allianz für Aus- und Weiterbildung zieht positive Bilanz und beschließt zentrale Arbeitsschwerpunkte für eine starke berufliche Bildung

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Die Partner der Allianz für Aus- und
Weiterbildung haben bei ihrem diesjährigen Spitzentreffen nach
18-monatiger Allianz-Laufzeit eine positive Bilanz gezogen. Mit Blick
auf die nächsten Jahre haben sie sich zudem auf zehn zentrale
Arbeitsschwerpunkte für eine starke berufliche Bildung verständigt.

Ziel ist es, für einheimische wie geflüchtete Menschen: -ein hohes
Angebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen sicherzustellen, -den
Ausbildungspfad mit seinen unterstützenden Instrumenten weiter zu
stärken, -die Passungsprobleme auf dem Ausbildungsmarkt anzugehen,
-die Qualität der dualen Ausbildung weiter zu stärken, -die
Attraktivität der beruflichen Bildung auch mit Blick auf
leistungsstarke Jugendliche zu erhöhen, -Qualifikationen besser
sichtbar zu machen und die Datenlage mit Blick auf Flüchtlinge zu
verbessern, -die Nachqualifizierung auszubauen, -Berufsschulen auch
als Ort der Sprachvermittlung zu unterstützen, -die duale Ausbildung
in die digitale Zukunft zu führen und -den Erfahrungsaustausch zu
stärken sowie für duale Ausbildung zu werben.

Die Partner der Allianz für Aus- und Weiterbildung erklärten:
„Unser gemeinsames Ziel, die duale Ausbildung und die berufliche
Weiterbildung zu stärken, haben wir in den zurückliegenden Monaten
mit Nachdruck verfolgt. Wir haben mit konkreten Maßnahmen dazu
beigetragen, dass sich die Beschäftigungschancen junger Menschen
verbessern und damit gemeinsam auch einen Beitrag zur
Fachkräftesicherung geleistet.

Die Herausforderungen auf dem Ausbildungsmarkt wollen wir auch in
Zukunft gemeinsam angehen – sowohl mit Blick auf einheimische wie
auch geflüchtete junge Menschen. Deshalb haben wir uns heute auf zehn
künftige Arbeitsschwerpunkte für eine starke berufliche Bildung
verständigt.“

In ihrer Bewertung der aktuellen Situation auf dem
Ausbildungsmarkt ziehen die Spitzenvertreter der Allianz ein
insgesamt positives Resümee. So hat sich zum Beispiel die Zahl der
betrieblichen Ausbildungsverträge erstmals seit 2011 wieder
stabilisiert. Die Spitzenvertreter verweisen aber auch auf weiterhin
bestehende Herausforderungen: So haben im Jahr 2015 rund 20.700
Jugendliche keinen Ausbildungsplatz gefunden und rund 60.100
Jugendliche mündeten in alternative Maßnahmen ein, suchten aber
weiterhin einen Ausbildungsplatz. Gleichzeitig stieg die Zahl der
unbesetzten Ausbildungsplätze auf 41.000. Das betriebliche Angebot
und die Nachfrage der Jugendlichen zusammenzuführen – insbesondere
regional und branchenspezifisch – bleibt daher eine wesentliche
Aufgabe. Diese Herausforderungen wollen die Partner der Allianz für
Aus- und Weiterbildung gemeinsam angehen.

Mit der im Dezember 2014 geschlossenen Allianz für Aus- und
Weiterbildung engagieren sich Bund, Bundesagentur für Arbeit, Länder,
Wirtschaft und Gewerkschaften für ein qualitativ hochwertiges duales
Ausbildungssystem, das leistungsstarke Jugendliche, junge Menschen
mit schlechteren Startchancen, Jugendliche mit Migrationshintergrund
sowie Menschen mit Behinderung gleichermaßen in betriebliche
Ausbildung integriert. Den ausbildungsinteressierten jungen Menschen
soll dazu ein „Pfad“ aufgezeigt werden, der sie frühestmöglich zum
Berufsabschluss führen kann. Vorrang hat dabei die Ausbildung im
Betrieb.

Mit ihrer Erklärung „Gemeinsam für Perspektiven von Flüchtlingen“
vom September 2015 haben die Allianz-Partner zudem frühzeitig auf die
Zuwanderung schutzsuchender, vor allem junger Menschen nach
Deutschland reagiert. Sie haben gemeinsam konkrete Maßnahmen in
Berufsvorbereitung und Ausbildung vereinbart, um geflüchtete Menschen
zu unterstützen. Auch mit dem geplanten Integrationsgesetz werden
zentrale Anliegen der Partner der Allianz für Aus- und Weiterbildung
auf den Weg gebracht: Künftig werden Asylbewerber und Geduldete und
deren Ausbildungsbetriebe die Sicherheit haben, dass Auszubildende
während und im unmittelbaren Anschluss an eine erfolgreich
absolvierte Ausbildung bei einem nachfolgenden
Beschäftigungsverhältnis in Deutschland bleiben dürfen (so genannte
3+2-Regelung). Hierfür wird es keine Altersgrenze mehr geben, bis zu
der eine qualifizierte Ausbildung aufgenommen worden sein muss.

Seit der Gründung der Allianz haben die Partner zentrale Maßnahmen
zur Stärkung der dualen Ausbildung auf den Weg gebracht:

-einen deutlichen Ausbau des bei der Bundesagentur für Arbeit
gemeldeten betrieblichen Ausbildungsplatzangebotes, -ein gemeinsames
Konzept zur Vermittlung und Nachvermittlung von jungen Menschen in
Ausbildung, -das neue Förderinstrument der Assistierten Ausbildung
zur Unterstützung von jungen Menschen mit schlechten Startchancen und
Betrieben bei der Ausbildung und -verbesserte Zugangsmöglichkeiten zu
ausbildungsbegleitenden Hilfen.

Darüber hinaus haben sich Bund, Länder und die Bundesagentur für
Arbeit auf gemeinsame Konzepte für die Berufsorientierung – auch an
Gymnasien – verständigt sowie Maßnahmen für einen besseren Übergang
von der Schule in Ausbildung initiiert und ausgebaut.

Um Jugendliche jetzt – kurz vor den Sommerferien – zur Bewerbung
auf einen Ausbildungsplatz und Betriebe zur Bereitstellung von
Ausbildungsplätzen zu motivieren, appellieren die Partner der Allianz
an alle Betriebe und junge ausbildungsinteressierte Menschen, nicht
ohne gesicherten Ausbildungsvertrag in die Ferien zu gehen.

Weitere Informationen zu der heute verabschiedeten neuen
Allianz-Erklärung „Gemeinsam die Herausforderungen auf dem
Ausbildungsmarkt angehen – Zehn Arbeitsschwerpunkte für eine starke
berufliche Bildung“ sowie zu der Bilanz der Allianz-Maßnahmen sind
als pdf-Datei unter http://www.aus-und-weiterbildungsallianz.de
abrufbar.

Pressekontakt:
Bundesagentur für Arbeit
Presseteam
Regensburger Strasse 104
D-90478 Nürnberg
E-Mail: zentrale.presse@arbeitsagentur.de
Tel.: 0911/179-2218
Fax: 0911/179-1487

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