„An der UNIKIMS wurden mir die Augen geöffnet“ / Lob der Praktiker für die Weiterbildung im Projektmanagement: Der systematische Umgang mit dem Unbekannten (FOTO)

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Robert Schäfer, Diplom Ingenieur in der Pharmaindustrie, arbeitet
schon immer in Projekten: „Aber das Wissen, was ein Projekt ist, wird
einem im Studium und auch später in der Berufspraxis nicht so
analytisch vermittelt wie an der UNIKIMS, der Management School der
Universität Kassel. Die Herangehensweise in der Praxis ist meist ein
Learning by doing. In der Qualifizierung im Projektmanagement an der
UNIKIMS wurden mir die Augen geöffnet“, sagt der Absolvent des
Weiterbildungsseminars. Dessen wissenschaftlicher Leiter ist Thomas
Gutfeld. Projektmanagement anzuwenden bedeutet für ihn, systematisch
in einer unbekannten Situation vorgehen zu können. Jedes Projekt sei
ein Unikat. Wiederholbar sei aber die Beantwortung der Frage nach dem
richtigen Vorgehen im Vergleich mit früheren, ähnlichen Situationen.
Diese Kompetenz soll die Weiterbildung vermitteln, und das gelingt im
Urteil der Teilnehmer der UNIKIMS mit ihrem Angebot.

„Rückblickend habe ich schon als Berufseinsteigerin im
Projektmanagement gearbeitet“ sagt Monique Apel, eine erfolgreiche
Managerin, die ursprünglich aus der Logistikbranche kommt, und die
Weiterbildung im Projektmanagement an der UNIKIMS absolviert hat:
„Projektmanagement gab es zur Zeit meines Berufseinstiegs noch nicht
nach dem heutigen Verständnis von Projekten. Die Weiterbildung an der
UNIKIMS hat auf universitärem Niveau meine Methodenkompetenz deutlich
gestärkt und mir größere Sicherheit im Umgang mit Fachbegriffen
vermittelt.“

Die Entscheidung für die UNIKIMS war für Monique Apel die
richtige: Die inhaltliche Orientierung des Seminars an einem
universitären Abschluss fordere zum freien Denken heraus und der
Austausch mit den anderen Seminarteilnehmern aus unterschiedlichen
Branchen sei eine Bereicherung.

„Früher wurden die Aufgaben einfach draufgesattelt“

Monique Apel stammt aus einer Unternehmerfamilie. Nach dem Abitur
lernte sie den Beruf der Speditionskauffrau und arbeitete bei einem
internationalen Transportlogistiker. Zu den Projekten, die sie neben
ihren regulären Aufgaben bewältigte, gehörten zum Beispiel die
Einführung eines neuen IT-Systems, der Umbau eines Bürogebäudes und
die Einführung der LKW-Maut.

„Das Projektmanagement bringt einen qualitativen Schub“

„Wichtig“, schildert Monique Apel eine Erkenntnis, die nach
eigenen Worten im Seminar gereift ist, sei die „Akzeptanz“ des
Projektes in einem Unternehmen: „Früher sind diese Projekte
mitgelaufen. Ihr Management wurde nicht als eigenständige Leistung
und Aufgabe angesehen. Die Projekte liefen nebenher oder wurden
obendrauf gesetzt, und es war schwer, Leute aus einer anderen
Abteilung einzubinden. Heute wird im Idealfall nicht mehr
abteilungsbezogen gedacht, sondern das Projekt wird als eigene und
abteilungsübergreifende Aufgabe behandelt, und es zu managen ist ein
eigener Beruf.“ Die neue, umfassende Betrachtung der Aufgabe bringe
den Unternehmen und der Arbeit in ihnen einen „qualitativen Schub“,
sagt die Managerin.

„Antreiben, statt getrieben sein“

Auch Michael Petzi, Diplom Ingenieur in der Pharmaindustrie,
urteilt: „Wer Projekte professionell managen möchte, ist hier gut
aufgehoben. Nach einem halben Jahr mit sechs Präsenzwochenenden und
einer umfangreichen Transferarbeit der neu erlernten Methoden auf das
eigene Industrieprojekt, werde er „Projekte vielleicht nicht
schneller und kostengünstiger abwickeln“, sagt der Diplom Ingenieur,
„aber ich werde mit weniger Stress und weniger Chaos gemeinsam mit
allen Beteiligten besser ans Ziel kommen und dabei nicht mehr
getrieben, sondern antreiben“.

Für große Projekte reichen die alten Methoden nicht aus

Weil sich der Markt für die Heilung bringenden Medikamente rasch
vergrößert, wachsen die von Petzi betreuten Investitionsprojekte in
früher ungeahnte Dimensionen. Ingenieurtechnisch mag dies rein
fachlich alles zu bewältigen sein, „aber im Projektmanagement reichen
die Werkzeuge, mit denen wir die kleinen Projekte gestemmt haben,
nicht mehr für die großen Projekte aus“, sagt Petzi: „Methodisch habe
ich bisher recht wenig gebraucht. Ohne zusätzliche Werkzeuge, die zu
diesem neuen Umfang passen, verzettelt man sich schnell in fachlichen
Detail.“ Wer aber zu sehr am Detail arbeite, verliere das
Übergeordnete aus den Augen. Dann wachse die Unsicherheit. Der Blick
in den Terminplan helfe in dieser Lage auch nicht immer weiter. Denn
der werde womöglich von einem Fachfremden geführt, einem Controller
oder IT-Spezialisten, der vom Metier des Ingenieurs keine Ahnung
habe.

Neue Softwaretools und eine Datenbank

Petzi hat aus seinen Erfahrungen in der Praxis schon gelernt. Er
verwendet zum Beispiel neue Softwaretools. Anstatt die Daten auf
einem „Projektlaufwerk“ mit begrenztem Zugriff der Projektbeteiligten
abzuspeichern, werden die Informationen in einer zentralen Datenbank
hinterlegt, auf die auch Lieferanten und Subunternehmer von extern
zugreifen können, damit gar nicht erst eine E-Mail-Flut zum Tsunami
anschwillt, in der sich die aktuellsten Versionen überholen und alles
am Ende auseinanderdriftet.

Gut gefällt Petzi am Kasseler Weiterbildungsseminar im
Projektmanagement der dort vermittelte Überblick, „was die anderen
machen“. Am meisten habe er „von den Freunden aus der Logistik“
gelernt, denn die „müssen mehr aufs Geld achten“.

„Meine ganze Herangehensweise wird sich ändern“

Robert Schäfer hatte am KIT, dem Karlsruher Institut für
Technologie, ein Zwei-Tage-Seminar für Projektmanagement besucht.
„Das war einwandfrei. Es ging um Gruppendynamik, Brainstorming und
Präsentationstechnik“, sagt Schäfer, aber nach der wissenschaftlich
fundierten Auseinandersetzung mit dem Projektmanagement an der
UNIKIMS „wird sich meine ganze Herangehensweise ändern“. Er werde
künftig anders, vor allem besser planen. Er werde seine Planung nach
außen tragen, und alle mit einbinden. Nach einem halben Jahr an der
Universität Kassel weiß Schäfer: „Was hier herauskommt, ist immer von
Vorteil. Ich werde meine Zusatzqualifikation nach außen hin
verkaufen, und die Leute werden anders auf mich zukommen. Wenn ich
die Seite wechsele vom Ingenieurdienstleister für die Industrie
hinein in die Pharmaindustrie, werde ich zudem einen anderen Blick
auf die Kosten haben.“

„Transferprojekt aus der Theorie in die Praxis ist ein Brocken“

Die 20 Stunden Seminararbeit an jedem Präsenzwochenende seien
durchaus „fordernd“, sagt Schäfer, „aber es ist machbar“. Dagegen
räumt er ein: „Das ingenieurwissenschaftliche Transferprojekt von 60
Seiten ist schon ein Brocken. Den hatte ich so nicht auf der
Rechnung. Doch am Ende wächst alles zusammen: Das neue Wissen aus dem
Qualifikationsseminar und das Transferprojekt.“

Die Studierenden wünschten sich das Qualifikationsangebot

Das Qualifizierungsangebot im Projektmanagement entstand auf
ausdrücklichen und vielfachen Wunsch von Studierenden des
Masterstudiengangs Industrielles Produktionsmanagement an der
UNIKIMS. Die Teilnehmer, die alle schon in einem Beruf arbeiten,
verlangten danach, noch mehr Methoden des Projektmanagements
kennenzulernen und diese in einem geschützten Raum auszuprobieren,
„wo auch etwas schiefgehen darf“, sagt Gutfeld als wissenschaftlicher
Leiter. Ihre Motivation resultiere aus der Erfahrung: „Es muss
bessergehen als bisher“, und die Teilnehmer staunten, wie viele
Methoden des Projektmanagements es tatsächlich gibt und wie hilfreich
es ist, diese auch anzuwenden.

Ingenieur, Landwirt und Sozialarbeiter: Alle managen Projekte

Den ersten Lehrgang, der im ersten Halbjahr 2016 über sechs
Wochenenden einschließlich der Abschlussprüfung angeboten wurde,
absolvierten zehn Teilnehmer, darunter Ingenieure und IT-Fachleute,
Logistiker, eine Studentin der Ökologischen Agrarwissenschaft, eine
Sozialarbeiterin, aber auch eine promovierte Biologin. Ein
Hochschulabschluss ist keine zwingende Voraussetzung für die
Teilnahme an der Qualifizierung, wohl aber berufliche Praxis. Die
Teilnehmer erhalten Credit-Points, die sie in einem Studium anrechnen
lassen können. Der Lehrgang, der wegen des großen Erfolgs im ersten
Halbjahr 2017 ein weiteres Mal angeboten werden wird, könnte auch zu
einem eigenen Studiengang ausgebaut werden. Die 100 Stunden Präsenz
und die begleitende Hausarbeit über ein Thema aus dem eigenen
Arbeitsfeld sind nach Gutfelds Worten „richtig viel im Vergleich zu
den Kursen anderer Anbieter“.

Zertifizierung zum Junior oder Senior Projektmanager

Gutfeld selbst ist zertifizierter Projektmanager nach den
Standards der IPMA (International Project Management Association)
sowie der IAPM (International Association of Project Managers). Die
Absolventen des Lehrgangs können sich nach den Regeln dieser
Vereinigungen als Junior oder Senior Projektmanager qualifizieren und
zertifizieren lassen.

Der nächste Lehrgang beginnt im Januar 2017 und kostet EUR 2.500.
Die Seminare finden freitags von 14.00 bis 18.00 Uhr und samstags und
sonntags von 9.00 bis 17.00 Uhr statt.

Weitere Informationen auf
https://unikims.de/de/managementprogramme-seminare/projektmanagement

Pressekontakt:
UNIKIMS – die Management School der Universität Kassel
UNIKIMS GmbH | Universitätsplatz 12 | 34127 Kassel
Dr. Jochen Dittmar
Tel.: 0561 804 2913
Fax: 0561 804 7055
mailto: dittmar@uni-kassel.de

www.unikims.de

Original Content von: UNIKIMS GmbH, übermittelt durch news aktuell

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