Anteil der Industrie am BIP seit 20 Jahren nahezu konstant

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Die deutsche Industrie hat ihren Anteil am
Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland in den vergangenen 20
Jahren nahezu gehalten. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis)
anlässlich der vom 13. bis 17. April 2015 stattfindenden HANNOVER
MESSE weiter mitteilt, lag der Anteil des Verarbeitenden Gewerbes an
der Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche in Deutschland im
Jahr 2014 bei 22,3 %. Dies entsprach fast dem Wert von 1994 (23,0 %).
In den EU-Staaten insgesamt hatte die Industrie 2014 einen Anteil von
durchschnittlichen 15,3 % am BIP. In Frankreich lag der Anteil bei
11,4 % und in Großbritannien bei 9,4 %.

Die Bruttowertschöpfung der Industrie in Deutschland betrug in
jeweiligen Preisen im Jahr 2014 rund 581 Milliarden Euro (1994: 380
Milliarden Euro). Im Jahr 2014 waren im Verarbeitenden Gewerbe knapp
7,5 Millionen Erwerbstätige (1994: 8,2 Millionen) beschäftigt und es
wurden rund 373 Milliarden Euro Arbeitnehmerentgelt (1994: 264
Milliarden Euro) gezahlt.

Im Zeitraum von 1994 bis 2014 erhöhte sich die preisbereinigte
Bruttowertschöpfung des Verarbeitenden Gewerbes jährlich um
durchschnittlich 1,7 % gegenüber einem gesamtwirtschaftlichen Zuwachs
der Bruttowertschöpfung von 1,4 %.

Das Verarbeitende Gewerbe wird in den Volkswirtschaftlichen
Gesamtrechnungen nach 21 zusammengefassten Wirtschaftsbereichen
dargestellt. Im Jahr 2012 trug – gemessen an der Bruttowertschöpfung
des Verarbeitenden Gewerbes – die Herstellung von Kraftwagen und
Kraftwagenteilen als größter Bereich mit einem Anteil von 17,5 % zum
Gesamtergebnis der Industrie bei. Der zweitgrößte Wirtschaftsbereich
innerhalb der Industrie war mit einem Anteil von 15,7 % der
Maschinenbau.

Die Produktivität im Verarbeitenden Gewerbe (preisbereinigte
Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigenstunde) stieg seit 1994 jährlich
um 2,4 %, die Lohnkosten (Arbeitnehmerentgelt je Arbeitnehmerstunde)
um durchschnittlich 2,3 % pro Jahr. Die daraus abgeleitete
Entwicklung der Lohnstückkosten (Relation von Lohnkosten zu
Produktivität) war daher nahe Null.

In der Gesamtwirtschaft nahmen von 1994 bis 2014 sowohl die
Produktivität mit durchschnittlich + 1,2 % pro Jahr als auch die
Lohnkosten mit + 2,0 % weniger stark zu. Im Gegensatz zum
Verarbeitenden Gewerbe stiegen die gesamtwirtschaftlichen
Lohnstückkosten somit in den letzten 20 Jahren um 0,7 %.

Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) sowie
weitere Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des
Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/presseaktuell
zu finden.

Weitere Auskünfte gibt:

Hellwart Glässer, Telefon: (0611) 75-2205, www.destatis.de/kontakt

Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
Telefon: (0611) 75-3444
E-Mail: presse@destatis.de

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