Arbeitsunfähig: Frauen häufiger – Männer länger (FOTO)

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Knapp 47 Prozent der hkk-Mitglieder haben sich 2015 mindestens
einmal krankschreiben lassen – sieben Prozent mehr als im Jahr davor.
Insgesamt war jedes berufstätige hkk-Mitglied durchschnittlich rund
elf Tage krankgeschrieben – ein Tag mehr als in 2014. Das ist das
Ergebnis des aktuellen hkk-Fehlzeitenreports für das Jahr 2015.

Die Analyse der Fehltage der erwerbstätigen hkk-Mitglieder zeigte,
dass Frauen generell häufiger bei der Arbeit fehlen als ihre
männlichen Kollegen. Offensichtlich gehen Männer seltener zum Arzt
als Frauen. Wenn Männer dann allerdings krankgeschrieben werden,
bleiben sie durchschnittlich einen Tag länger zu Hause als
berufstätige Frauen (11,5 Fehltage gegenüber 10,7). Projektleiter Dr.
Bernard Braun erklärt, dass sich das Gesundheitsverhalten der
Geschlechter grundlegend unterscheidet: „Anders als Frauen gehen
Männer erst zum Arzt, wenn die Beschwerden schon so weit voran
geschritten sind, dass gar nichts mehr geht. Frauen indessen gehen
schon viel früher zum Arzt.“

Frauen macht die Psyche, Männern der Körper zu schaffen

Aber auch die Ursachen für Fehltage unterscheiden sich bei Männer
und Frauen enorm. Das zeigt sich besonders deutlich bei Verletzungen:
Männer hatten dabei 96 Prozent mehr Fehltage als ihre Kolleginnen.
Das liegt einerseits an den unterschiedlichen Branchen, in denen die
Geschlechter arbeiten, aber auch am unterschiedlichen
Gesundheits-Verständnis und -Verhalten. Frauen fehlten hingegen 69
Prozent mehr als Männer wegen psychischer Erkrankungen. Doch nun
davon auszugehen, dass Männer psychisch stabiler seien als Frauen,
ist laut Studienleiter Dr. Bernard Braun voreilig: „Männer versuchen
in der Arztpraxis eher, seelische Probleme zu verdecken und schildern
stattdessen körperliche Symptome.“ Das führe dazu, dass eine
psychische Erkrankung seltener vom Arzt diagnostiziert wird.

Niedersachsen häufiger krank als Bremer

Nachdem der Krankenstand – also der Anteil der im Auswertungsjahr
angefallenen Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage) – von 2008 bis 2013
kontinuierlich von 3,6 auf 4,4 Prozent gestiegen war, fiel er 2014
erstmals wieder auf einen Wert von durchschnittlich 3,7 Prozent. Im
Jahr 2015 lag der Krankenstand ebenfalls bei 3,7 Prozent. Dabei
belegt Niedersachsen mit 4,0 Prozent (14,7 Fehltage) den
Spitzenplatz, während in Bremen 3,8 Prozent (13,7 Fehltage)
verzeichnet wurden. Innerhalb Niedersachsens führt wiederum das
Weser-Ems-Gebiet das Ranking mit 4,1 Prozent an. Den niedrigsten
Krankenstand hat der Regierungsbezirk Braunschweig mit 3,0 Prozent.
Während in Niedersachsen häufiger Erkrankungen des
Muskel-Skelett-Systems wie Rückenschmerzen und Verletzungen die
Ursache sind, litten die hkk-Versicherten in Bremen eher an Atemwegs-
und psychischen Erkrankungen.

Arbeiter in der Baustoffbranche besonders betroffen

Arbeiter in der Baustoffindustrie waren im Jahr 2015 mit mehr als
28 Arbeitsunfähigkeitstagen am häufigsten krank. Servicekräfte im
Personenverkehr (24,8 AU-Tage) lagen knapp vor den Mitarbeitern der
Textilindustrie (24,5 AU-Tage) sowie Altenpflegern (24,1 AU-Tage).
Die wenigsten Fehltage hatten Personen mit einer Lehr- und
Forschungstätigkeit (4,3 AU-Tage).

Krankenstand abbauen mit betrieblicher Gesundheitsförderung

Dass der Krankenstand der erwerbstätigen hkk-Mitglieder von 3,7
Prozent im Vergleich zum Vorjahr nicht gestiegen ist, freut den
Gesundheitsexperten der hkk, Dr. Wolfgang Ritter, aber: „Es fehlen
immer noch jeden Tag 37 von 1.000 krankengeldberechtigten
hkk-Mitgliedern krankheitsbedingt an ihrem Arbeitsplatz.“ Arbeitgeber
müssten heute mehr denn je in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter
investieren. Im Rahmen des Wettbewerbs –Gesunde Unternehmen Challenge
2016– unterstützt die hkk Unternehmen mit einem modernen
betrieblichen Gesundheitsmanagement. Arbeitnehmer und Arbeitgeber
können so gemeinsam Geld- und Sachpreise im Wert von insgesamt über
20.000 gewinnen. Mehr Informationen im Netz unter
www.hkk.de/challenge

Über den Fehlzeitenreport

Der hkk-Fehlzeitenreport erscheint seit 2008 zweimal im Jahr. Er
enthält aktuelle Zahlen zu Arbeitsunfähigkeiten und der Entwicklung
des Krankenstandes. Zur Erstellung des Berichts analysierte der
Gesundheitswissenschaftler Dr. Bernard Braun vom Bremer Institut für
Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung (BIAG) und vom Zentrum für
Sozialpolitik (Socium/ZeS) der Universität Bremen die anonymisierten
Daten von rund 247.000 erwerbstätigen hkk-Versicherten. Der Report
steht unter
www.hkk.de/main/gut_zu_wissen/infomaterial/hkk_gesundheitsreport/ zum
kostenlosen Download zur Verfügung.

Über die hkk Krankenkasse (Handelskrankenkasse):

Die hkk zählt mit über 499.000 Versicherten, 27 Geschäftsstellen
und 2.000 Servicepunkten zu den 20 größten bundesweit wählbaren
gesetzlichen Krankenkassen. Mit 0,59 Prozent Zusatzbeitrag
(Gesamtbeitrag 15,19 Prozent) ist sie 2016 erneut die günstigste
deutschlandweit wählbare Krankenkasse. hkk-Kunden können im Vergleich
zum Kassendurchschnitt, abhängig von ihrem Einkommen, bis zu 260 Euro
jährlich sparen. Gegenüber Kassen mit einem Zusatzbeitrag von 1,7
Prozent beträgt der Beitragsvorteil bis zu 560 Euro. Den
Beitragsvorteil von derzeit 0,51 Prozentpunkten zum
Kassendurchschnitt wird die hkk voraussichtlich auch 2017 beibehalten
oder sogar ausbauen.

Auch die Extraleistungen übertreffen den Branchendurchschnitt:
Unter anderem erstattet die hkk zusätzliche Leistungen im Wert von
über 1.000 Euro je Versicherten und Jahr in den Bereichen
Naturmedizin, Vorsorge und bei Schwangerschaft. Ergänzend fördert das
hkk-Bonusprogramm Gesundheitsaktivitäten mit bis zu 250 Euro
jährlich. Für einen weiterführenden Gesundheitsschutz bietet die
LVM-Versicherung vergünstigte private Zusatzangebote an.

Pressekontakt:
Ansprechpartner für die Presse:
hkk Krankenkasse (Handelskrankenkasse), Martinistr. 26, 28195 Bremen
Holm Ay, Tel 0421 – 3655 1000 | Ilja Mertens, Tel 0421 – 3655 3177
E-Mail: presse@hkk.de Internet: www.hkk.de

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