ARD-DeutschlandTrend August 2016: Merkel sackt bei Politikerzufriedenheit ab, Seehofer legt deutlich zu

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Sperrfrist: 04.08.2016 23:45
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Auf Platz eins der Liste der beliebtesten Politiker liegt
Außenminister Frank-Walter Steinmeier mit 71 Prozent Zustimmung (-3
Punkte im Vergleich zum Vormonat). Ihm folgt Finanzminister Wolfgang
Schäuble mit 60 Prozent Zustimmung (-4). Es folgt der grüne
Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg Winfried Kretschmann
mit 51 Prozent Zustimmung (-4 als einziger in der Aufzählung im
Vergleich zu April 2016). Mit 51 Prozent Zustimmung gleichauf ist der
Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir (+1). Innenminister Thomas de Maizière
erreicht 50 Prozent Zustimmung (+4). Angela Merkel verliert im
Vergleich zum Vormonat 12 Punkte und erreicht 47 Prozent Zustimmung.
Das ist der zweitschlechteste Wert in dieser Legislaturperiode (Mit
46 Prozent hatte Merkel in der DeutschlandTrend-Umfrage im Februar
2016 ihren niedrigsten Wert in der Legislaturperiode.). Ihr folgt
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen mit 46 Prozent
Zustimmung (+1). Der CSU-Vorsitzende und bayrische Ministerpräsident
Horst Seehofer legt um 11 Punkte zu und erreicht 44 Prozent
Zustimmung. Das hat eine Umfrage des ARD-DeutschlandTrends von Montag
bis Dienstag dieser Woche ergeben.

Die Zufriedenheit mit der Bundesregierung geht in diesem Monat
leicht zurück. Mit der Arbeit der Bundesregierung sind 44 Prozent der
Befragten zufrieden bzw. sehr zufrieden (-4). 55 Prozent sind weniger
bzw. gar nicht zufrieden (+3).

Zwei Drittel mit Merkels Flüchtlingspolitik unzufrieden

Die Zufriedenheit mit der Flüchtlingspolitik von Angela Merkel ist
auf den tiefsten Wert gefallen, seitdem die Frage im DeutschlandTrend
im Oktober 2015 zum ersten Mal gestellt wurde. 34 Prozent der
Befragten sind mit der Flüchtlingspolitik von Angela Merkel zufrieden
bzw. sehr zufrieden (-8 Punkte im Vergleich zu April 2016). 65
Prozent sind weniger bzw. gar nicht zufrieden (+7).

Regierungsstreit wird kritisch gesehen

Der andauernde Streit in der Koalition und insbesondere die Rolle
der CSU diesbezüglich wird in der Bevölkerung kritisch gesehen. 91
Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Koalitionspartner
stärker gemeinsame Lösungen vorantreiben sollten, anstatt Streit in
der Öffentlichkeit auszutragen. 64 Prozent der Befragten finden, dass
der CSU ihre eigenen Interessen wichtiger sind als der Erfolg der
Regierung.

Parteien in Sonntagsfrage weitgehend stabil

In der Sonntagsfrage kommt die Union auf 34 Prozent (+/-0 im
Vergleich zum Vormonat). Die SPD ist ebenfalls stabil bei 22 Prozent.
Die Linke erreicht 9 Prozent (+/-0), die Grünen 13 Prozent (+/-0).
Die FDP kommt auf 5 Prozent (-1 Punkt) und die AfD auf 12 Prozent
(+/-0). Für die Sonntagsfrage im Auftrag der ARD-Tagesthemen hat das
Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von Montag bis Mittwoch
dieser Woche 1503 Wahlberechtigte bundesweit befragt.

Bitte Sperrfrist beachten: 04.08.2016, 23.45 Uhr

Ausgewählte Zahlen werden ab 18 Uhr bei Tageschau.de
veröffentlicht und dürfen dann bereits verwendet werden.

Befragungsdaten

– Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab
18 Jahren – Fallzahl: 1.003 Befragte, Sonntagsfrage: 1503 Befragte –
Erhebungszeitraum: 1.8.2016 bis 2.8.2016, Sonntagsfrage:
1.8.-3.8.2016 – Erhebungsverfahren: Telefoninterviews (CATI) –
Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/Dual Frame –
Fehlertoleranz: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte * bei einem Anteilswert
von 5%; ** bei einem Anteilswert von 50%

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