ARD-DeutschlandTrend Juli 2016: Nach Brexit-Entscheidung: Klima in Deutschland EU-freundlicher

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Sperrfrist: 07.07.2016 23:45
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Nach der Brexit-Entscheidung sehen die Deutschen mehrheitlich
Vorteile in der Mitgliedschaft in der Europäischen Union. 52 Prozent
sind der Auffassung, dass Deutschland insgesamt von der
Mitgliedschaft in der EU eher Vorteile hat. Das sind 13 Punkte mehr
im Vergleich zu einer Infratest dimap-Umfrage am 21. Juni vor der
Brexit-Entscheidung. 11 Prozent sind aktuell der Auffassung, dass
Deutschland eher Nachteile hat (-10 Punkte im Vergleich zum 21.
Juni). 36 Prozent sind der Auffassung, dass Vor- und Nachteile sich
die Waage halten (-1 im Vergleich zum 21. Juni). Das hat eine Umfrage
des ARD-DeutschlandTrends von Montag bis Dienstag dieser Woche
ergeben.

79 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass die Mitgliedschaft in
der EU dafür sorgt, dass es uns wirtschaftlich gut geht (+11 im
Vergleich zu Mai 2014). Fast ebenso viele, 74 Prozent, glauben, dass
wir durch die EU in Europa sicherer leben (+4 im Vergleich zu Mai
2014).

Nach der Entscheidung über den Austritt Großbritanniens aus der EU
befürchten 64 Prozent der Deutschen ein Erstarken der EU-feindlichen
Parteien in Europa. 31 Prozent befürchten dies nicht. 46 Prozent
glauben, dass die EU ohne Großbritannien stärker zusammenrücken wird.
48 Prozent sind gegenteiliger Auffassung. 41 Prozent haben Sorge,
dass es weitere Austritte aus der EU geben wird. 56 Prozent glauben
dies nicht.

75 Prozent der Befragten sind für eine engere Zusammenarbeit der
europäischen Länder hin zu mehr gemeinsamer Politik. 21 Prozent sind
dafür, dass die Länder zukünftig weniger gemeinsame Politik machen.
Dies sagt allerdings nichts über die institutionelle Ausgestaltung
einer engeren Zusammenarbeit, denn gleichzeitig sind 61 Prozent der
Befragten der Meinung, dass sich die EU in zu viele nationale
Angelegenheiten einmischt.

Ausgewählte Zahlen werden ab 18 Uhr bei Tageschau.de veröffentlicht
und dürfen dann bereits verwendet werden.

Befragungsdaten
– Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18
Jahren
– Fallzahl: 1.004 Befragte
– Erhebungszeitraum: 4.7.2016 bis 5.7.2016
– Erhebungsverfahren: Telefoninterviews (CATI)
– Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/Dual Frame
– Fehlertoleranz: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%; ** bei einem Anteilswert von 50%

Bitte Sperrfrist für Online und Print beachten: 7. Juli 2016, 23.45
Uhr
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Pressekontakt:
Annette Metzinger
WDR Presse und Information
Telefon 0221 220 7100
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