Augenzeugen: Sexualstraftäter konnte unbegleitet zum WC

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Im Fall des entflohenen Sexualstraftäters Peter
Breidenbach gibt es erhebliche Widersprüche zu den Umständen seiner
Flucht gestern Nachmittag in einem Kölner Brauhaus.

Augenzeugen berichteten dem WDR, der 58-jährige Mann sei beim Gang
auf die Toilette allein gewesen. Seine beiden Bewacher seien später
hektisch durch die Gaststätte gelaufen und hätten dem Personal
erklärt, dass sie einen Mann auf der Toilette suchten.

Ein Sprecher des NRW-Justizministeriums hatte heute erklärt, der
Straftäter sei in Begleitung eines der Justizbeamten zur Toilette
gegangen. Nach Recherchen des WDR ist auch die Kölner Polizei
offenbar nicht direkt über die Flucht des Schwerverbrechers
informiert worden. Erst rund eine halbe Stunde nach dem Vorfall seien
Beamte in dem Brauhaus eingetroffen, berichteten Augenzeugen dem WDR
weiter.

Der 58-jährige Peter Breidenbach hatte in den 80er Jahren mehrere
Frauen brutal vergewaltigt und Raubüberfälle begangen. Deswegen hatte
er neun Jahre in Haft gesessen. Seit 14 Jahren befindet er sich in
Sicherungsverwahrung. Viermal pro Jahr hat er das Recht auf Ausgänge
in Begleitung von Wachpersonal. In den vergangenen Jahren hatte sich
Breidenbach laut Justizministerium bei acht Ausgängen unauffällig
verhalten.

Der WDR berichtet aktuell im Radio auf WDR 2 sowie in der
Aktuellen Stunde ab 18.45 Uhr und in der „Lokalzeit aus Köln“ um
19.30 Uhr im WDR Fernsehen.

Pressekontakt:
Angela Kappen, Sonja Steinborn
WDR Presse und Information
Funkhaus Düsseldorf, Regionalfernsehen
Telefon 0211/8900-506
presse.duesseldorf@wdr.de

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