Ausstieg der US-Regierung aus Pariser Klimaabkommen wäre ungeheurer Affront gegen die Weltgemeinschaft

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Sollte die US-Regierung heute tatsächlich aus dem
Pariser Klimaschutzabkommen aussteigen, wäre dies für Hubert Weiger,
den Vorsitzenden des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
(BUND) ein „ungeheurer Affront gegen die Weltgemeinschaft“ und ein
gravierender Schlag gegen die Bemühungen um mehr globalen
Klimaschutz.

„Ein Ausstieg Trumps aus dem Pariser Klimaschutzvertrag zeugt von
enormer Ignoranz gegenüber den existierenden Klimarisiken. Trump kann
zwar das Pariser Klimaabkommen aufkündigen, weltweit arbeiten jedoch
fast alle Regierungen weiter an dessen Umsetzung“, sagte Weiger.

„Trumps Antiklimaschutzpolitik gefährdet die Lebensgrundlagen
aller“, sagte Weiger. „Der weltweite Siegeszug der regenerativen
Energien kann nicht mehr gestoppt werden. Während die Kohleindustrie
rote Zahlen schreibt, schaffen erneuerbare Energien auch in den USA
hunderttausende neue Jobs“, sagte der BUND-Vorsitzende.

Werde der Vertrag tatsächlich aufgekündigt, hätten
US-amerikanische Unternehmen und vor allem die vom Klimawandel
bereits Betroffenen die negativen Folgen zu tragen. Der
BUND-Vorsitzende sieht auch in der Rücknahme wesentlicher nationaler
Klimaschutzzusagen durch die Trump-Regierung Gefahren für die
Sicherheit der Weltgemeinschaft.

„Entwicklungsländer, Küstenstädte und kleine Inselstaaten gehören
zu den ersten Opfern der Klimakrise. Auch in den USA verursacht der
Klimawandel zunehmend Wetterextreme. Hurrikans wie Katrina oder Sandy
zerstören das Hab und Gut von Zehntausenden. Überflutungen wie 2005
in New Orleans oder 2016 in Louisiana kosten viele sogar das Leben.
Die Opfer von Trumps Entscheidung werden Millionen Menschen sein, im
eigenen Land, aber vor allem in ärmeren Staaten. Die Unterzeichner
des Paris-Abkommens, vor allem die EU und andere große Industrie- und
Schwellenländer, müssen jetzt den Ausstieg aus fossilen Energien
beschleunigen und die Umsetzung des Abkommens gewährleisten“, sagte
Weiger.

Globaler Klimaschutz erfordere den Ausstieg aus der
Kohleverstromung, die Verkehrswende und den klimafreundlichen Umbau
der Landwirtschaft. Für Deutschland heiße das, die Bundesregierung
müsse deutlich vor 2030 aus der Kohle aussteigen und in einem Bündnis
von Vorreiterstaaten den Kohleausstieg auch international
voranbringen, sagte der BUND-Vorsitzende.

Pressekontakt:
Tina Löffelsend, BUND-Klimaexpertin:
Tel. 0176-20067099 bzw.

Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher:
Tel 030-27586-425
E-Mail: presse@bund.net
www.bund.net

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