Auszubildende in der Altenpflege liegen bei Vergütung in der Spitzengruppe / BIBB-Zahlen belegen hohe Löhne auch ohne Eingriffe in die Tarifhoheit

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„Die neuen Zahlen des Bundesinstituts für
Berufsbildung (BIBB) für die Ausbildungsvergütungen in 20
ausgewählten Berufen im Jahre 2015 machen deutlich, dass die
Bezahlung von Auszubildenden in der Altenpflege in der Spitzengruppe
aller Vergütungen für Auszubildende in Deutschland liegt“, erklärt
bpa Arbeitgeberpräsident, Rainer Brüderle. „Legt man die
durchschnittliche tarifliche Vergütung des TVöD in der Pflege in Höhe
von 1.050,38 Euro zugrunde, dann liegt die Altenpflege auf Rang zwei
aller Azubi-Gehälter. Da alle Pflegeeinrichtungen nach einem
Entscheid des Bundesarbeitsgerichts mindestens 80 Prozent des TVöD
zahlen müssen, was einer Mindestvergütung von 840,30 Euro entspricht,
liegt die Pflegebranche immerhin noch hinter den
Verwaltungsfachangestellten (895,- EUR) und vor dem Einzelhandel (827
EUR) auf Platz 8 von 21 und damit in der Spitzengruppe. Die
niedrigste Ausbildungsvergütung in der Pflege liegt höher als
Zweidrittel der vom BIBB ausgewählten Tarifausbildungsgehälter“, so
Rainer Brüderle.

„Die Zahlen machen deutlich, dass endlich Schluss mit dem Gerede
von einer schlechten Bezahlung bei den Auszubildenden in der
Altenpflege sein muss. Wer das weiterhin tut, der redet nicht nur die
Ausbildung einer wichtigen Zukunftsbranche für unser Land schlecht,
sondern der sorgt auch wissentlich dafür, dass die Fachkräfte von
morgen und übermorgen fehlen werden“, ergänzte Bernd Meurer, der
Vizepräsident des bpa Arbeitgeberverbandes. Und weiter: „Die Zahlen
machen deutlich, dass man überhaupt nicht von einer wirtschaftlichen
Fehlentwicklung in der Pflegebranche sprechen kann.“

„Es wäre an der Zeit, anhand der vorliegenden Zahlen endlich
wieder positiv über die Berufsaussichten in der Altenpflege zu
sprechen. Ein Eingriff in die Tarifhoheit ist ebenso wenig nötig wie
ständige Debatten über die Allgemeinverbindlichkeit von
Tarifverträgen. Steigende Ausbildungszahlen, aber auch die stetig
steigende Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in der
Altenpflege machen deutlich, dass die Einrichtungen der ambulanten
und stationären Pflege schon viel weiter sind als die ein oder andere
Politikerin oder der ein oder andere Berufsverbandsvertreter“, so
Brüderle abschließend.

Die Zahlen des BIBB finden Sie hier: https://www.bibb.de/dokumente
/pdf/a21_ausbildungsverguetungen_2015.pdf

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Olaf Bentlage, Tel.: 030 / 20075593-20

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