BA-Presseinfo Nr. 29: Der Arbeitsmarkt im Juni 2016: Stabiles Beschäftigungswachstum

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„Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv.
Die Arbeitslosigkeit ist erneut gesunken und die
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat kräftig zugenommen.
Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist unvermindert hoch.“, sagte der
Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J.
Weise, heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Arbeitslosenzahl im Juni: -50.000 auf 2.614.000 Arbeitslosenzahl
im Vorjahresvergleich: -97.000 Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat:
-0,1 Prozentpunkte auf 5,9 Prozent

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist von Mai auf Juni um 50.000
auf 2.614.000 gesunken. Im Durchschnitt der letzten drei Jahre ist
die Arbeitslosigkeit im Juni um 57.000 zurückgegangen.
Saisonbereinigt hat die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um
6.000 abgenommen. Gegenüber dem Vorjahr waren 97.000 weniger Menschen
arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden
arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger
Arbeitsunfähigkeit mitzählt, ist saisonbereinigt um 23.000 gestiegen.
Grund ist die stärkere Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik.
Zugenommen haben insbesondere Maßnahmen zur Aktivierung und
beruflichen Eingliederung sowie durch Dritte geförderte Maßnahmen;
hierunter fallen vor allem die Integrationskurse beim Bundesamt für
Migration und Flüchtlinge. Insgesamt belief sich die
Unterbeschäftigung im Juni 2016 auf 3.533.000 Personen. Das waren
26.000 weniger als vor einem Jahr.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt
ermittelte Erwerbslosigkeit betrug im Mai 1,78 Millionen und die
Erwerbslosenquote lag bei 4,2 Prozent.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im Juni
754.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Juni 2015
ergab sich ein Rückgang von 29.000. Insgesamt 720.000 Personen
erhielten im Juni 2016 Arbeitslosengeld, 40.000 weniger als vor einem
Jahr.

Entwicklung in der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der
Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im Juni bei 4.314.000.
Gegenüber Juni 2015 war dies ein Rückgang von 53.000 Personen. 8,0
Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter
waren damit hilfebedürftig. In der Grundsicherung für Arbeitsuchende
waren 1.860.000 Menschen arbeitslos gemeldet, 68.000 weniger als vor
einem Jahr. Ein Großteil der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist
nicht arbeitslos. Das liegt daran, dass diese Personen mindestens 15
Wochenstunden erwerbstätig sind, kleine Kinder betreuen, Angehörige
pflegen oder sich noch in der Ausbildung befinden.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
sind weiter gewachsen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist
die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Mai
saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 45.000 gestiegen. Mit 43,56
Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 559.000 höher
aus. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach der
Hochrechnung der BA von März auf April saisonbereinigt um 33.000
zugenommen. Mit 31,33 Millionen Personen lag die Beschäftigung
gegenüber dem Vorjahr um 681.000 im Plus.

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern ist nach wie vor sehr hoch.
Im Juni waren 665.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 93.000 mehr
als vor einem Jahr. Saisonbereinigt lag die Nachfrage gegenüber dem
Vormonat mit 4.000 im Plus. Der Stellenindex der Bundesagentur für
Arbeit (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften
in Deutschland – blieb im Juni 2016 unverändert bei 216 Punkten. Nach
dem kräftigen Anstieg im Vormonat behält der BA-X in diesem Monat
sein sehr hohes Niveau bei und signalisiert weiterhin eine starke
Kräftenachfrage. Der Vorjahresabstand fällt mit einem Plus von 25
Punkten sehr deutlich aus.

Ausbildungsmarkt

Von Oktober 2015 bis Juni 2016 haben sich 487.000 Bewerber für
eine Berufsausbildung gemeldet. Das waren ähnlich viele wie im
Vorjahreszeitraum (-1.000). Die Zahl der gemeldeten
Berufsausbildungsstellen liegt mit 495.000 Ausbildungsstellen
deutlich über dem Vorjahr (+14.000). Damit gab es im Juni 2016
bundesweit etwas mehr gemeldete Ausbildungsstellen als gemeldete
Bewerber. Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz hängen sehr vom
Berufswunsch ab. Insbesondere in Hotel- und Gaststättenberufen, in
Bauberufen, in vielen Handwerksberufen wie zum Beispiel
Fachverkäufer(innen) im Lebensmittelhandwerk, Gebäudereiniger(innen),
Fleischer(innen) oder Bäcker(innen) oder auch bei
Berufskraftfahrer(inne)n gibt es mehr Ausbildungsstellen als
Bewerber. Umgekehrt ist die Lage zum Beispiel in Büro- und
Verwaltungsberufen, in der Tierpflege, in Medienberufen oder in
künstlerisch-kreativen Berufen. Weil der Ausbildungsmarkt im Juni
noch in Bewegung ist, lassen die aktuellen Daten allerdings nur eine
vorläufige Bewertung zu.

Den ausführlichen Monatsbericht finden Sie im Internet unter
http://statistik.arbeitsagentur.de.

Informationen zum Hörfunkservice der Bundesagentur für Arbeit
finden Sie im Internet unter www.ba-audio.de.

Folgen Sie der Bundesagentur für Arbeit auf Twitter
www.twitter.com/bundesagentur

Pressekontakt:
Bundesagentur für Arbeit
Presseteam
Regensburger Strasse 104
D-90478 Nürnberg
E-Mail: zentrale.presse@arbeitsagentur.de
Tel.: 0911/179-2218
Fax: 0911/179-1487

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