BA-Presseinfo Nr. 44: Der Arbeitsmarkt im August 2015:In guter Grundverfassung

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„Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin
günstig: Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind im August
saisonbereinigt gesunken, das Beschäftigungswachstum hält an.“, sagte
der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J.
Weise, heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Arbeitslosenzahl im August: +23.000 auf 2.796.000 Arbeitslosenzahl
im Vorjahresvergleich: -106.000 Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat:
+0,1 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent Arbeitslosigkeit,
Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit Die Zahl der arbeitslosen
Menschen ist von Juli auf August um 23.000 auf 2.796.000 gestiegen.
Hauptursache ist die anhaltende Sommerpause. Im Durchschnitt der
letzten drei Jahre ist die Arbeitslosigkeit im August um 30.000
gestiegen. Saisonbereinigt hat die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum
Vormonat um 7.000 abgenommen. Gegenüber dem Vorjahr waren 106.000
Menschen weniger arbeitslos gemeldet. Die Unterbeschäftigung, die
auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und
in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, hat sich
saisonbereinigt um 7.000 verringert. Insgesamt belief sich die
Unterbeschäftigung im August 2015 auf 3.586.000 Personen. Das waren
172.000 weniger als vor einem Jahr. Die nach dem ILO-Erwerbskonzept
vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit betrug im
Juli 1,93 Millionen und die Erwerbslosenquote lag bei 4,6 Prozent.
Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung Im Bereich der
Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im August 851.000 Menschen
arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum August 2014 ergibt sich ein
Rückgang von 83.000. Insgesamt 818.000 Personen erhielten im August
2015 Arbeitslosengeld; 52.000 weniger als vor einem Jahr. Entwicklung
in der Grundsicherung für Arbeitsuchende Die Zahl der Bezieher von
Arbeitslosengeld II in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II)
lag im August bei 4.390.000. Gegenüber August 2014 war dies ein
Anstieg von 13.000 Personen. 8,2 Prozent der in Deutschland lebenden
Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig. In der
Grundsicherung für Arbeitsuchende waren 1.945.000 Menschen arbeitslos
gemeldet, 23.000 weniger als vor einem Jahr. Ein Großteil der
Arbeitslosengeld II-Bezieher ist nicht arbeitslos. Das liegt daran,
dass diese Personen mindestens 15 Wochenstunden erwerbstätig sind,
kleine Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder sich noch in der
Ausbildung befinden. Erwerbstätigkeit und
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung Erwerbstätigkeit und
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind saisonbereinigt
weiter gewachsen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die
Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Juli
saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 26.000 gestiegen. Mit 42,99
Millionen Personen fällt sie im Vergleich zum Vorjahr um 160.000
höher aus. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach
der Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit von Mai auf Juni
saisonbereinigt um 41.000 zugenommen. Mit 30,72 Millionen Personen
liegt die Beschäftigung gegenüber dem Vorjahr um 547.000 im Plus.
Arbeitskräftenachfrage Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern ist
weiter aufwärtsgerichtet. Im August waren 597.000 Arbeitsstellen bei
der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, 81.000 mehr als vor einem
Jahr. Saisonbereinigt liegt die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um
4.000 im Plus. Besonders gesucht sind zurzeit Arbeitskräfte in den
Berufsfeldern Metallerzeugung, -bearbeitung, Metallbau, Verkauf sowie
Verkehr und Logistik. Es folgen Berufe in Maschinen- und
Fahrzeugtechnik und Mechatronik, Energie- und Elektrotechnik. Der
Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) – ein Indikator für
die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – stieg im August
2015 um zwei Punkte auf 194 Punkte. Die Aufwärtstendenz der letzten
Monate setzt sich damit fort. Ausbildungsmarkt Die Zahl der Bewerber,
die für den Herbst 2015 eine duale Ausbildung anstreben und sich von
Oktober 2014 bis August 2015 bei der Ausbildungsvermittlung gemeldet
haben, fällt mit 532.000 Bewerbern um 9.000 niedriger aus als im
Vorjahreszeitraum. Die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen
liegt mit 501.000 Ausbildungsstellen leicht über dem Vorjahr
(+6.000). Die Bewerberzahl übersteigt bundesweit nur noch leicht die
Zahl der Stellenmeldungen und der Markt zeigt sich rechnerisch nahezu
ausgeglichen. Allerdings wird der Ausgleich erheblich erschwert durch
regionale, berufsfachliche und qualifikatorische Disparitäten.
Derzeit sind noch 102.000 junge Menschen ohne Berufsausbildung oder
eine Alternative. Gleichzeitig sind noch 123.000 gemeldete
Ausbildungsstellen unbesetzt, zum Beispiel im Verkauf, in der
Gastronomie und Hotellerie, in der Lebensmittelherstellung, in der
Lagerwirtschaft, in der Energietechnik, in der Sanitär-, Heizungs-
und Klimatechnik oder auch in Bauberufen.

Den ausführlichen Monatsbericht finden Sie im Internet unter
http://statistik.arbeitsagentur.de.

Informationen zum Hörfunkservice der Bundesagentur für Arbeit
finden Sie im Internet unter www.ba-audio.de.

Folgen Sie der Bundesagentur für Arbeit auf Twitter
www.twitter.com/bundesagentur

Pressekontakt:
Bundesagentur für Arbeit
Presseteam
Regensburger Strasse 104
D-90478 Nürnberg
E-Mail: zentrale.presse@arbeitsagentur.de
Tel.: 0911/179-2218
Fax: 0911/179-1487

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