Bangladesch: KiK will Abkommen für Brand- und Gebäudeschutz auch für Pakistan

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Vor dem Hintergrund jüngster Unglücksfälle in
Textilfabriken nicht nur in Bangladesch sondern auch in Pakistan,
sieht KiK die Notwendigkeit einer Ausweitung des Brand- und
Gebäudeschutzabkommens. „Unser Ziel ist es, in allen Regionen, also
beispielsweise auch in Pakistan, die gleich hohen Standards an
Produktionsbedingungen, Brandschutz und Gebäudesicherheit
sicherzustellen. KiK befindet sich hierzu bereits in Gesprächen mit
der ILO (International Labour Organization) sowie weiteren
Institutionen“, sagte Dr. Michael Arretz, Geschäftsführer für
Nachhaltigkeitsmanagement und Unternehmenskommunikation.

Dies ist eine klare Konsequenz aus den jüngsten Unglücksfällen in
Bangladesch und Pakistan.

Wie bereits angekündigt, hat KiK vor dem Hintergrund des
Fabrikeinsturzes in Bangladesch sorgfältig geprüft, warum
KiK-Textilien in den Gebäudetrümmern gefunden werden konnten. Danach
ergibt sich der folgende Sachstand:

Fakt bleibt, dass KiK seit 2008 keine direkten
Geschäftsbeziehungen zu den Fabriken im Rana Plaza unterhielt. Seit
2008 wurden keine direkten Aufträge mehr an eine der
Produktionsstätten in Rana Plaza vergeben.

Zum Zeitpunkt des Unglücks wurde weder direkt noch indirekt über
einen Importeur für KiK im Rana Plaza Building produziert. Ebenfalls
waren keinerlei Aufträge platziert oder geplant.

Richtig ist, dass Anfang dieses Jahres über einen unserer
Importeure indirekt dort erstmalig ein Auftrag für KiK produziert
wurde. Die Ware wurde laut den Frachtpapieren bereits am 19. März
dieses Jahres verschifft. Bei den Anfang Mai gefundenen Textilien
kann es sich daher mit hoher Wahrscheinlichkeit nur um
Produktionsüberschüsse oder Ware zweiter Wahl aus diesem Auftrag
handeln.

Wir haben ebenfalls geprüft, ob dieser Importeur diesen Auftrag
dort hätte produzieren lassen dürfen. Festzuhalten ist, dass der
betroffene Importeur alle bisherigen branchenüblichen Auditierungs-
und Kontrollmechanismen eingehalten hat. Diese weisen aus, dass die
Arbeitsbedingungen in der Fabrik den entsprechenden branchenüblichen
Standards entsprachen.

Allerdings haben diese bisherigen branchenüblichen
Auditierungsmaßnahmen keine Bewertung der generellen statischen
Gebäudesicherheit eingeschlossen. Die Einhaltung von
Gebäudesicherheitsstandards wie zum Beispiel im Bereich der Statik
oblag und obliegt derzeit weiterhin den Behörden vor Ort in
Bangladesch. Deswegen ist es entscheidend, dass die jetzt geformte
internationale Allianz neben Brandschutz erstmalig auch die
allgemeine Gebäudesicherheit mit einschließt

„Textilunternehmen können nur gemeinsam mit den Behörden vor Ort
wirklich sicherstellen, dass definierte Standards für Brand- und
Gebäudeschutz konsequent durchgesetzt und eingehalten werden. Dass,
wie im Fall von Rana Plaza, ein einzelner Fabrikbesitzer jenseits
aller Kontrollmechanismen dafür sorgt, dass in einem behördlich
geräumten Gebäude weitergearbeitet wird, darf nicht mehr passieren“,
so Arretz.

Obwohl für KiK zum Zeitpunkt des Unglücks nicht im Rana Plaza
Building produziert wurde, ist sich KiK seiner unternehmerischen
Verantwortung gegenüber den Menschen vor Ort bewusst. Wir prüfen
derzeit deshalb mit anderen Textilunternehmen vor Ort, wie den
Betroffenen schnell und nachhaltig geholfen werden kann.

Um die Transparenz in der Lieferkette zu erhöhen, wird KiK darüber
hinaus den Anteil direkter Geschäftsbeziehungen zu den Lieferanten
vor Ort weiter ausbauen. Bereits heute importiert KiK weltweit rund
80% seiner Waren über direkte Geschäftsbeziehungen zu den
Lieferanten.

Hintergrundinformation: Im Jahr 2012 wurden aus Bangladesch
Textilien im Gesamtwert von 19 Mrd. US Dollar exportiert. Der Anteil
daran von KiK liegt bei 150 Mio US Dollar. Insgesamt gibt es in
Bangladesch mehr als 5000 Textilfabriken für den internationalen
Markt. Für KiK werden derzeit in knapp 100 dieser Fabriken Textilien
produziert. Allein diese Fakten zeigen, dass nur ein konzertierter
sektoraler Ansatz die Produktionsbeziehungen in Bangladesch
nachhaltig verbessern kann.

Über KiK Textil-Diskont:

KiK steht für „Kunde ist König“, das Leitmotiv des textilen
Grundversorgers seit der Unternehmensgründung im Jahr 1994. Die KiK
Textilien und Non-Food GmbH bietet Damen-, Herren-, Kinder- und
Baby-Bekleidung in guter Qualität zum vergleichbar günstigsten Preis
an. Das Sortiment umfasst neben Bekleidung auch Geschenkartikel,
Spielwaren, Beauty-Produkte, Accessoires und Heimtextilien. Mit mehr
als 3.200 Filialen in Deutschland, Österreich, Tschechien, Slowenien,
Ungarn, Slowakei, Kroatien und Polen erwirtschaftet das Unternehmen
einen Jahresumsatz von weit mehr als einer Milliarde Euro. Im
deutschen Textilhandel rangiert KiK unter den Top Ten und bietet seit
2013 seinen Kundinnen und Kunden die Möglichkeit der Onlinebestellung
unter www.kik24.de.

Seit März 2012 unterstützt KiK außerdem die gemeinnützige Stiftung
DEUTSCHLAND RUNDET AUF.

Internet: www.kik-textilien.com www.facebook.com/kik.de

Für weitere Informationen:

Beatrice Volkenandt
Pressesprecherin – KiK Textilien und Non-Food GmbH
Tel.: 023 83/95 41 16
E-Mail: presse@kik-textilien.de

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