Bauindustrie anlässlich der Konferenz „Partnerschaftlich bauen und betreiben“:

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Auftraggeber loben Termin- und Kostensicherheit von
ÖPP – Qualität der Betriebsleitungen überzeugend – Entlastung der
Verwaltung durch Einbindung privater Partner

„Unsere öffentlichen Partner bescheinigen ihren
ÖPP-Hochbauprojekten nicht nur eine hohe Termin- und
Kostensicherheit, sondern auch einen verlässlichen Betrieb mit hoher
Qualität. Ein besseres Zeugnis unserer Auftraggeber kann es gar nicht
geben.“ Mit diesen Worten kommentierte der Präsident des
Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie Dipl.-Ing. Peter Hübner
eine Studie der Technischen Universität Braunschweig, die anlässlich
der Konferenz „Partnerschaftlich bauen und betreiben“ heute in Berlin
vorgestellt wurde. Die Wissenschaftler haben im Rahmen einer
deutschlandweiten Befragung aller öffentlichen Auftraggeber von
ÖPP-Hochbauprojekten die Leistungen der privaten Partner in der Bau-
und Nutzungsphase evaluiert.

90 % der ÖPP-Hochbauprojekte sind nach der Studie im Zeit- und
Kostenrahmen fertiggestellt worden. Den Grund hierfür sieht Hübner
vor allem in der gemeinsamen Vergabe von Planungs- und Bauleistungen.
„Das Ergebnis zeigt, dass die strikte Trennung von Planen und Bauen
nicht immer der beste Weg ist. Öffentliche Auftraggeber müssen
vielmehr auf unterschiedliche Modelle zurückgreifen können, um die
beste Lösung für ihre baulichen Herausforderungen nutzen zu können“,
so Hübner. Dass die Mehrheit der befragten Auftraggeber Vorteile in
einer gemeinsamen Vergabe sehe, sei zudem ein Signal, das Politik und
Verwaltung nicht außer Acht lassen dürfen. Von mehr Flexibilität
könnten neben ÖPP auch andere Vertragsmodelle profitieren, wie etwa
Generalunternehmer-, Partnering- und Design-and-Build-Verträge, die
heute noch zu wenig genutzt werden.

Auch für die Betriebsphase attestierten die befragten Auftraggeber
ihren ÖPP-Partnern durchweg gute Leistungen. Eine besonders hohe
Zufriedenheit bestand in den Bereichen „Inspektion und Wartung“ (95%)
und „Instandsetzung der Gebäude“ (91%). Auch der Gesamtzustand der
Gebäude sowie der technischen Gebäudeausstattung wurden positiv
bewertet. Zurückzuführen sei dies vor allem auf vertragliche
Mechanismen, wie Bonus-Malus-Regelungen, und die Langfristigkeit des
Risikoübertrags. „Die privaten Partner halten ihr
Leistungsversprechen auch in der Nutzungsphase. Denn wer langfristig
Verantwortung übernimmt, trägt auch Sorge für einen ordnungsgemäßen
Betrieb“, so Hübner. Der Lerneffekt für konventionelle Verträge sei
deshalb enorm.

Positiv bewertete Hübner zudem, dass über 70% der befragten
Auftraggeber eine Entlastung des verwaltungsinternen Personalaufwands
sähen. „Durch eine bessere Arbeitsteilung kann sich die öffentliche
Verwaltung stärker auf ihre Kernaufgaben konzentrieren. In Zeiten von
Personalengpässen bei der öffentlichen Hand darf dieser Effekt von
ÖPP nicht vernachlässigt werden“, betonte Hübner.

Ein wesentliches Argument gegen ÖPP – die mangelnde Flexibilität
bei nachträglichen Änderungen in der Nutzungsphase – konnten die
Gutachter ausräumen. 81% der Auftraggeber gaben an, dass sie mit der
Flexibilität in den Verträgen zufrieden seien. Änderungen seien
überwiegend (62,5%) partnerschaftlich ausgehandelt worden. In den
anderen Fällen seien Streitschlichtungsmechanismen zum Zuge gekommen,
die in fast 90% der Verträge vereinbart seien. „Die Partnerschaft
zwischen öffentlichem und privatem Partner wird tatsächlich gelebt.
Anstatt vor Gericht, einigt man sich untereinander. Dies spart nicht
nur Zeit, sondern auch Kosten“, stellte Hübner klar. Auch dies sei an
Ansatz, von dem wir in konventionellen Projekten lernen sollten.

Die Studie ist im Internet abrufbar: www.bauindustrie.de

Pressekontakt:
Ansprechpartner: Dr. Heiko Stiepelmann
Funktion: Leiter Kommunikation / Pressesprecher
Tel: 030 – 21286 140, Fax: 030 – 21286 189
E-Mail: Heiko.Stiepelmann@bauindustrie.de

Original-Content von: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, übermittelt durch news aktuell

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