BDI-Präsident Grillo zum Klimabeitrag des Stromsektors: Pläne schaden Industriestandort Deutschland

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– Grundlegend neuer Ansatz notwendig
– Endlich naheliegenden Klimaschutz angehen
– Kraft-Wärme-Kopplung sichern, Gebäudesanierung vorantreiben

„Durch den vom Bundeswirtschaftsministerium geplanten Klimabeitrag
würde die Stromerzeugung in Deutschland doppelt belastet. Das schadet
dem Industriestandort Deutschland.“ Dies sagte Ulrich Grillo,
Präsident des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI),
anlässlich der Großdemonstration der Gewerkschaften am Samstag in
Berlin.

Es sei zu begrüßen, dass der Bundeswirtschaftsminister sich
diskussionsbereit zeigt. „Gespräche sind nur sinnvoll, wenn Politik
und Wirtschaft einen grundlegend neuen Ansatz entwickeln. Die Abgabe
ist ein nationaler Alleingang zum EU-Emissionshandel. Seine Wirkung
für den europäischen Klimaschutz ist mehr als fraglich“, sagte
Grillo. „Es ist absurd, dass die Politik einen zusätzlichen
Klimabeitrag einfordert, aber gleichzeitig das Ziel zum Ausbau
klimafreundlicher Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen aufgibt.“

Wenn die Bundesregierung das deutsche Klimaziel erreichen wolle,
müsse sie sich die Sektoren vornehmen, die nicht dem Emissionshandel
unterliegen. Dazu gehöre die energetische Sanierung des
Gebäudebestandes, betonte Grillo.

Bestünde die Politik allerdings dennoch auf die Einsparung von 22
Millionen Tonnen CO2 durch den Stromsektor, wäre es besser, diese
Mengen an Zertifikaten zu kaufen und stillzulegen. „Das wäre
zumindest weniger schädlich als der Verlust einer sicheren,
kostengünstigen und subventionsfreien Energiequelle in Deutschland“,
sagte Grillo.

Die BDI-Initiative „Energieeffiziente Gebäude“ lädt zum Thema
Energieeffizienz am 27. April zu einer Veranstaltung im Rahmen der
Berliner Energietage ein. Unter folgendem Link können Sie sich
anmelden: http://www.bdi.eu/images_content/KlimaUndUmwelt/Programm_Be
rliner_Energietage_2015.pdf

Pressekontakt:
BDI Bundesverband der Dt. Industrie
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Breite Straße 29
10178 Berlin
Tel.: 030 20 28 1450
Fax: 030 20 28 2450
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