Bedarfsorientierter Hilfe-Mix vor Ort / Kommunen, ihre Handlungsfelder und politischen Rahmenbedingungen stehen im Mittelpunkt der neuen Ausgabe von ProAlter

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Die Pflege vor Ort zu stärken bedeutet die Kommunen
zu stärken. Bei der Unterstützung älterer Menschen spielen Kommunen
deshalb eine zentrale Rolle. „Wer im Rahmen von
sozialraumorientierten Ansätzen oder Quartierskonzepten die Pflege
vor Ort gestalten will, für den führt an den Kommunen kein Weg
vorbei“, erklärt Dr. h.c. Jürgen Gohde, Vorsitzender des Kuratoriums
Deutsche Altershilfe. Kommunen kennen die Bedürfnisse der Menschen
vor Ort aus erster Hand und könnten im Sinne eines
bedarfsorientierten Hilfe-Mixes die Brücke zwischen ehrenamtlichem
bzw. freiwilligem Engagement und professionellen Angeboten schlagen,
schreibt Jürgen Gohde in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins
ProAlter. Nur so könne eine wohnortnahe Versorgung, also eine gute
Pflege vor Ort, und dadurch ein selbstbestimmtes Älterwerden
realisiert werden. Mit seiner aktuellen Strategie „KDA 2030“ legt das
KDA deshalb zukünftig den Fokus auf das Thema Kommune.

Auch an zwei zentralen Stellen der Bundesregierung wird derzeit
die Rolle der Kommunen diskutiert: Die vom Bundesministerium für
Gesundheit ins Leben gerufene Bund-Länder-Arbeitsgruppe hat im Mai
2015 ihre Vorschläge zur Stärkung der Kommunen für die Pflege vor Ort
vorgelegt. Ein zentrales Ergebnis der Arbeitsgruppe: Eine
Zusammenarbeit von Kommune und Pflegekassen sei notwendig, fordert
sie. Dass nur so Pflege vor Ort gestaltet werden kann, betont auch
Bernhard Scholten, Leiter der Abteilung Soziales und Demografie im
Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des
Landes Rheinland-Pfalz im Interview mit ProAlter.

Der Entwurf zum Siebten Altenbericht mit dem Thema „Sorge und
Mitverantwortung in der Kommune. Aufbau und Sicherung zukunftsfähiger
Gemeinschaften“ ist im Oktober der Bundesfamilienministerin
überreicht worden. Querschnittsthemen sind dabei unter anderem die
Heterogenität der Kommunen, die Geschlechterverhältnisse und soziale
Ungleichheit. Von den bisher unveröffentlichten Ergebnissen berichten
Dr. Frank Berner und Dr. Christine Hagen aus der Geschäftsstelle für
die Altenberichte der Bundesregierung.

Die Potenziale der Kommune als Impulsgeber für ein solidarisches,
zivilgesellschaftliches Engagement betont auch Prof. Dr. Thomas Klie
in seinem Interview über „sorgende Gemeinschaften“. Für diese braucht
es starke Netzwerke, kompetente Ansprechpartner und verlässliche
Akteure, die unterstützen, beraten und sich engagieren, professionell
und ehrenamtlich. Wie das in der kommunalen Praxis funktioniert,
zeigen Beispiele aus verschiedenen Regionen: ProAlter stellt das
Demografie-Projekt des Landkreises Havelland, die
Sozialberichterstattung der Stadt Wiesbaden sowie die „Lebensräume“
der Stiftung Liebenau in Baden-Württemberg vor.

Weitere Informationen zu Themen und Texte unter:
www.kda.de/proalter.html

Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA)

Das KDA entwickelt seit mehr als 50 Jahren im Dialog mit seinen
Partnern Lösungskonzepte und Modelle für die Arbeit mit älteren
Menschen und hilft, diese in der Praxis umzusetzen. Es trägt durch
seine Projekte, Beratung, Fortbildungen, Tagungen und
Veröffentlichungen wesentlich dazu bei, die Lebensqualität älterer
Menschen zu verbessern.

ProAlter, das unabhängige Fachmagazin des KDA, bietet allen, die
sich beruflich, ehrenamtlich oder privat mit Fragen des Älterwerdens
beschäftigen, wertvolle Anregungen und Impulse für ihre Arbeit. Ein
Abonnement kostet 30,90 Euro, ein Einzelheft 6,90 Euro.

Pressekontakt:
Simone Helck/ Telefon: +49 221 931847-10/ presse@kda.de

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