Bei Standortgründungen im Ausland die Qualitätssicherungsstrategie klären

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Deutsche Unternehmen gründen nach wie vor
Produktionsstandorte im Ausland. Damit wollen sie im verschärften
globalen Wettbewerb neue Standortvorteile nutzen. Beim Erstellen
ihrer Produkte sind sie jedoch auf die Zusammenarbeit mit anderen
Unternehmen angewiesen. Die Folge: Der direkte Einfluss auf die
Qualität der Endprodukte sinkt, die Abhängigkeit von der Qualität der
Zulieferprodukte wächst. Das Beherrschen der Produktionsprozesse am
Heimatstandort allein reicht somit nicht mehr aus, um die
Produktqualität sicherzustellen.

„Bei der Gründung eines Auslandsstandortes übernehmen Firmen
häufig die Qualitätssicherungsstrategien ihres Heimatstandorts“, sagt
Verena Mennicken. Spezifische Standortfaktoren würden jedoch häufig
nicht berücksichtigt. Oftmals blieben Antworten auf Fragen nach der
Qualifikation und den Lohnkosten der Mitarbeiter offen oder ob eine
automatisierte oder manuelle Qualitätskontrolle vorteilhafter sei, so
die Projektmanagerin der FQS Forschungsgemeinschaft Qualität e.V..
Auch sei beispielsweise zu hinterfragen, unter welchen Umständen
Aufgaben der Qualitätssicherung dem Lieferanten, dem Unternehmen
selbst oder einem spezialisierten Dienstleister übertragen werden
sollten.

Im FQS geförderten Projekt über „innovative
Qualitätssicherungsstrategien für global verteilte
Wertschöpfungsnetze“ hat das Institut für Produktionstechnik wbk
Karlsruhe Ansätze für standort- und unternehmensübergreifende
Qualitätssicherungsstrategien entwickelt. Praxisnahe Methoden und
Werkzeuge – insbesondere für KMU – wurden daraus abgeleitet und
ermöglichen das Planung, Optimieren und Regeln der Qualitätsstrategie
im global verteilten Wertschöpfungsnetzwerk. Neben der
Produktqualität werden die Zielgrößen Kosten, Effizienz und
Effektivität berücksichtigt. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der am
besten geeigneten Verteilung der Qualitätssicherungsaufgaben im
Netzwerk, angepasst an den Reifegrad der Standorte.

Das Ergebnis liegt jetzt als FQS-DGQ-Band vor (Deutsche
Gesellschaft für Qualität). Die entwickelte Methodik liefert eine
Bewertung des Qualitätsreifegrads von Standorten unter
Berücksichtigung der jeweiligen Standortfaktoren. Darauf basierend
kann die konkrete standortspezifische Ausgestaltung der
Qualitätsregelkreise erfolgen, die eine kostenoptimale Auswahl der
Prüfmittel und -planung beinhaltet. Interessenten finden den Band
unter http://ots.de/M89CJ

FQS-DGQ-Band Nr. 82-04:
Leitfaden zur Gestaltung von Qualitätssicherungsstrategien in
globalen Wertschöpfungsnetzwerken,
1. Auflage 2016, Hrsg. FQS Forschungsgemeinschaft Qualität e.V.,
Frankfurt am Main 2016, 71 Seiten A4, ISBN: 978-3-940991-19-5

Die Deutsche Gesellschaft für Qualität (DGQ) prägt und moderiert
eine moderne, praxisnahe Plattform engagierter Vertreter von
Unternehmen, öffentlicher Verwaltung, Hochschulen, Vereinen,
Verbänden und weiteren Dienstleistern aller Größen und Branchen zum
Thema Qualität.. Der Verein mit knapp 6.500 Mitgliedern, 62
Regionalkreisen und aktuell 10 Fachkreisen bundesweit gestaltet
Netzwerke und vergibt Zertifikate für nachgewiesene Kompetenz in
Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitssicherheitsmanagement. Die DGQ
Weiterbildung GmbH qualifiziert jährlich mehrere Tausend Teilnehmer
zu Beauftragten, Managern und Auditoren im Qualitäts- und
Umweltmanagement sowie in der Arbeitssicherheit. Die DGQ-Forschung
erarbeitet in Gemeinschaftsprojekten mit KMU neue Anwendungen für das
Qualitätsmanagement.

Pressekontakt:
Deutsche Gesellschaft für Qualität
DGQ Service GmbH
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Rolf Henning
August-Schanz-Str. 21A, 60433 Frankfurt am Main
T +49 (0)69-954 24-170, F +49 (0)69-954 24-296
rh@dgq.de, http://www.dgq.de

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