BERLINER MORGENPOST: Berlin braucht mehr Personal – Kommentar von Andreas Abel

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Seit Monaten gilt das Landesamt für Gesundheit und
Soziales (Lageso) als Sinnbild einer überlasteten Behörde. Dabei ging
unter, dass die Mitarbeiter des Lageso, die für die Flüchtlinge
zuständig sind, bis an die Grenze ihrer Belastbarkeit arbeiten und
oft darüber hinaus. Es fehlt Personal.

Dieses Schicksal droht nun auch den Bezirksverwaltungen, allen
voran den Sozialämtern. Denn wenn die Flüchtlinge ihr Asylverfahren
durchlaufen haben und sie einen der vielen unterschiedlichen
Aufenthaltstitel besitzen, sind diese Ämter zuständig und nicht mehr
das Lageso.

Nun steuert die Berliner Politik durchaus dagegen. Finanzsenator
und Rat der Bürgermeister haben sich auf ein Paket zusätzlicher
Stellen geeinigt. Es wurde sogar vereinbart, schnell nachzusteuern,
wenn die Zahl der Stellen nicht reicht.

Das weit größere Problem ist aber, Personal zu finden und es in
angemessener Zeit einsetzen zu können. Die komplizierten
Besetzungsverfahren in der Berliner Verwaltung dauern viel zu lange.
Hier wäre dringend ein runder Tisch nötig, um sich angesichts der
Notlage auf neue Wege zu einigen. Es ist fünf vor zwölf, das müssen
jetzt alle begreifen.

Der ganze Kommentar im Internet unter: www.morgenpost.de/206304861

Pressekontakt:
BERLINER MORGENPOST

Telefon: 030/887277 – 878
bmcvd@morgenpost.de

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