BERLINER MORGENPOST: Das Gezerre geht weiter – Kommentar von Jens Anker

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Es gehört zu den schwer verständlichen
Anachronismen in der aktuellen Flüchtlingsdebatte, dass diejenigen,
die sich über neue Unterkünfte in ihren Bezirken beschweren, genau
auch diejenigen sind, die beklagen, dass bei ihnen Turnhallen belegt
sind.

Dabei ist es ja gerade Sinn der Suche nach neuen Unterkünften,
dass die Turnhallen möglichst schnell freigezogen werden, damit dort
wieder Schul- und Vereinssport stattfinden kann.

Der Streit zwischen Senat und Bezirken, wer wen und wann
informiert hat, wird aber gerade auf dem Rücken der Schüler und der
Flüchtlinge ausgetragen. Das ist beschämend.

Sich mit zwölf Bezirksbürgermeistern über jeden einzelnen neuen
Standort auseinanderzusetzen, wäre keine Lösung, sondern würde das
Problem mindestens bis nach der Wahl am 18. September hinauszögern.

Anders als mit einem schleunigst herbeizuführenden und eindeutigen
Senatsbeschluss wird die Frage nach neuen Heimen nicht zu lösen sein.

Der ganze Kommentar im Internet unter: www.morgenpost.de/207041803

Pressekontakt:
BERLINER MORGENPOST

Telefon: 030/887277 – 878
bmcvd@morgenpost.de

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