BERLINER MORGENPOST: Immer droht das Defizit – Kommentar von Andreas Abel

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Das kommunale Krankenhausunternehmen Vivantes hat
im vergangenen Jahr einen Gewinn von 8,5 Millionen Euro verbucht. Das
ist achtbar und in der deutschen Krankenhauslandschaft auch nicht
banal. Eine andere Zahl zeigt aber, wie fragil ein solcher Erlös ist:
Der Umsatz lag bei 1,09 Milliarden Euro, die Rendite damit unter
einem Prozent.

Große Sprünge kann man damit eigentlich nicht machen, doch genau
das muss Vivantes tun. Investitionen von 109 Millionen Euro pro Jahr
seien nötig, um das Niveau der medizinischen Versorgung zu halten,
rechnete die Geschäftsführung vor.

Die Summe steht im Gegensatz zu den Krankenhausinvestitionen des
Senats. Die wurden zwar um 40 Prozent gesteigert, wie
Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) betonte, Vivantes bekommt
dennoch nur rund 34 Millionen Euro pro Jahr. Diese Strukturprobleme
gibt es in allen Bundesländern – ein schwacher Trost.

Dabei steht Vivantes vor einer Herkulesaufgabe: Das Klinikum
Neukölln, eines der wichtigsten Krankenhäuser der Stadt, muss saniert
und erweitert werden. Die Kosten von knapp 600 Millionen Euro kann
der Konzern nicht allein stemmen, schon gar nicht aus den
öffentlichen Investitionszuschüssen. Die Berliner Landespolitik darf
Vivantes mit diesem Projekt nicht alleinlassen.

Der ganze Kommentar im Internet unter: www.morgenpost.de/
207427147

Pressekontakt:
BERLINER MORGENPOST

Telefon: 030/887277 – 878
bmcvd@morgenpost.de

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