BERLINER MORGENPOST: Kommentar von Joachim Fahrun zur boomenden Berliner Wirtschaft: Konjunktur für Integration

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Wohl selten war eine wachsende Wirtschaft solch ein
Segen für Deutschland und Berlin wie in diesen Tagen. Zwar ist es
immer schön, wenn Unternehmen neue Märkte erschließen, Erfolg haben,
zusätzliche Leute einstellen, die dann freudig ihr Geld wieder
ausgeben. Aber derzeit mag man sich gar nicht vorstellen, was im
Lande los wäre, wenn die Ökonomie stagnierte, Steuereinnahmen
wegbrächen und die Firmen Mitarbeiter auf die Straße setzten. Es ist
wohl keine kühne Behauptung, dass dann bei vielen Mitbürgern die
Begrüßung der Flüchtlinge eher distanziert ausfiele und so mancher
Politiker das alte Bild vom „vollen Boot“ bemühen würde. Seien wir
also dankbar, dass wir gerade jetzt Zuwächse verteilen können, wo so
viele Menschen kommen, um uns darum zu bitten. Noch wurde niemandem
etwas weggenommen außer einigen Sportlern, deren Trainingshallen nun
als Massenquartiere dienen. Es dürfte der flüchtlingsfreundlichen
Grundstimmung kaum dienlich sein, wenn der Bevölkerung mehr als nur
freiwillige Opfer abverlangt würden. Wir müssen in Berlin also alles
tun, damit die Wirtschaft weiter wächst und wir uns unsere
Großherzigkeit auch weiter leisten können. Der Senat muss mehr
investieren. Das schafft zusätzliche Infrastruktur, die wir für die
zusätzlichen Menschen benötigen, und pumpt Geld in die Unternehmen.
Die Investitionsbank muss auch Firmen besser unterstützen, die keine
Start-ups oder Hightechschmieden aus den definierten
Kompetenzclustern der Stadt sind. Die Ämter müssen neue Aktivitäten
schneller genehmigen.

Pressekontakt:
BERLINER MORGENPOST

Telefon: 030/2591-73650
bmcvd@axelspringer.de

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