BERLINER MORGENPOST: Wenn Arbeit krank macht – Kommentar von Jens Anker

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Die Zahlen sind alarmierend. Jeder dritte Beamte in
Berlin scheidet krankheitsbedingt vorzeitig aus dem Dienst aus.
Nirgendwo sonst ist die Zahl so hoch, im Vergleich zu anderen
Stadtstaaten wie Hamburg oder Bremen sind es mindestens doppelt so
viele.

Diese Lage hat kein Verantwortlicher bislang ernsthaft zur
Kenntnis genommen. Alle Versuche, durch ein verbessertes
Gesundheitsmanagement die Fehlzeiten zu senken, verliefen weitgehend
halbherzig ergebnislos. Und auch der aktuelle für das Personal
verantwortliche Innensenator Frank Henkel (CDU) weiß nicht so recht
mit diesen Zahlen umzugehen.

Der hohe Krankenstand Berlins Behörden zeigt aber auch: Die
jahrelangen Personalkürzungen, begleitet von demotivierenden
Schmähungen über die Arbeitsmoral im Öffentlichen Dienst, haben ihre
Spuren hinterlassen. Es ist eine Binsenwahrheit, dass Menschen, die
gerne zur Arbeit gehen, geschätzt und motiviert sind, seltener krank
sind. Und ein angenehmes Arbeitsklima zu schaffen, kostet nicht
einmal Geld.

Pressekontakt:
BERLINER MORGENPOST

Telefon: 030/887277 – 878
bmcvd@morgenpost.de

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