Berliner Zeitung: Kommentar zu den Vorwürfen gegen Martin Schulz

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Weil der als Neuling wahrgenommene Martin Schulz
den Sozialdemokraten so gute Umfragewerte beschert hat, tun sie in
der SPD gern gelegentlich so, als sei er ein Mann ohne Vergangenheit.
Das Problem ist nur: Schulz hat eine. Wenn man sich ansieht, was er
für die Außenwahrnehmung des Europäischen Parlaments und der
europäischen Idee getan hat, ist es auch eine, auf die er stolz sein
kann. Gleichzeitig ist Schulz aber, was die Förderung eigener
Mitarbeiter angeht, in seiner Zeit als Parlamentspräsident zumindest
nicht zimperlich gewesen. .. War Schulz der einzige in Brüssel, der
so gehandelt hat? In Zeiten der großen Koalition dort wohl kaum. Doch
das heißt nicht, dass sein Handeln in Ordnung gewesen ist – wobei es
keineswegs allein auf die rechtliche Dimension ankommt. …Gerade für
den Gefeierten mag es nicht einfach sein zuzugeben, dass er nicht der
Messias ist, sondern – ebenfalls biblisch gesprochen – ein Sünder.
Doch in den wenigsten Fällen ist das Problem, dass ein Politiker Buße
tut. Sondern, dass er sie zu spät tut.

Pressekontakt:
Berliner Zeitung
Redaktion
christine.dankbar@dumont.de

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