Berliner Zeitung: Kommentar zum Parteitag der US-Republikaner

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Die Republikanische Partei in den USA steht vor dem
Zerfall. Ihre führenden Mitglieder weigern sich noch, dies zu
akzeptieren. Das mag man verstehen angesichts der Schmerzen, die die
feindliche Übernahme durch Donald Trump ausgelöst hat. Aber auf Dauer
wird sich der Zerfall nicht leugnen lassen. Aus der „Grand Old Party“
(GOP) ist ein verzweifelter Haufen geworden, den nur die Hoffnung
zusammenhält, im November nach acht Jahren der Abstinenz wieder den
Präsidenten zu stellen. Wenn Trump die Wahl im Herbst verliert, dann
wäre das das Ende der Republikaner, wie wir sie kennen. Erst
betreiben sie acht Jahre lang Obstruktion und blockieren jeden
Vorschlag von Präsident Obama. Und dann versuchen sie mit Lug, Trug,
Unfug und einem Populisten ersten Ranges das Weiße Haus wieder zu
gewinnen – und scheitern. Wie ernst wäre diese Partei noch zu nehmen?

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