Berliner Zeitung: Kommentar zur Verleihung des Friedensnobelpreises:

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Der Kriegszustand, aus dem Juan Manuel Santos sein
Land herausführen möchte, ist in vielen, vielen Ländern der Welt
Normalität. Schon darum wäre es gut, das Nobelpreiskomitee würde
genauer hinsehen. Eine zivilgesellschaftliche Einrichtung kann für
guten Willen und beharrliche Aufklärungsarbeit prämiert werden. Ein
Politiker dagegen sollte den Preis für die Politik erhalten, die er
tatsächlich macht. Willy Brandt bekam den Nobelpreis für die
Verständigung mit den östlichen Nachbarn. Eine in der Bundesrepublik
heftigst angefeindete Initiative. Aber Brandt war es gelungen, eine –
hauchdünne – Mehrheit für die Ostverträge zu gewinnen. Er und seine
Freunde hatten ihre politischen Hausaufgaben gemacht. Der
Friedenspreis für Obama war lächerlich.

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