Bewertungsportale für Arbeitgeber: Kaum Relevanz für Studenten auf Jobsuche

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Online-Bewertungsplattformen für Arbeitgeber wie
kununu, Jobvoting oder meinChef sind für Studenten bei der Jobsuche
kaum relevant. Dies zeigt der aktuelle unicensus kompakt, eine
regelmäßige, deutschlandweite Umfrage des Personaldienstleisters
univativ. Im Januar/Februar 2016 befragte univativ 1.034 Studenten
und Studentinnen zum Thema Bewertungsportale für Arbeitgeber.

Erst im August 2015 vermeldete das Unternehmen ADP eine zunehmende
Bedeutung von Arbeitgeber-Bewertungsplattformen für die
Personalarbeit – vor allem im Bereich Employer Branding. Die
zugrundeliegende Befragung ermittelte unter den 250 untersuchten
Unternehmen einen Anteil von 89 Prozent, die auf der Plattform kununu
bewertet wurden. Doch laut unicensus kompakt scheint zumindest für
angehende Berufseinsteiger diese Informationsquelle für die Wahl des
zukünftigen Arbeitgebers von geringer Relevanz zu sein: Fast zwei
Drittel (59 Prozent) gaben an, noch nie ein Bewertungsportal bei der
Suche nach dem richtigen Job oder Arbeitgeber besucht zu haben.

Informationswert ist verbesserungsfähig

Allerdings stellen nicht alle, die bereits mindestens einmal ein
Bewertungsportal genutzt haben (41 Prozent), den Plattformen ein
gutes Zeugnis aus. Zwar nimmt die Mehrheit der Studenten die
Informationen als ziemlich (47 Prozent) oder sehr hilfreich (16
Prozent) wahr. Mehr als jeder Dritte beurteilt jedoch die
bereitgestellten Informationen auf Bewertungsportalen als wenig (29
Prozent) oder gar nicht hilfreich (8 Prozent) bei der Wahl des
zukünftigen Arbeitgebers. „Die Zurückhaltung bei einem guten Drittel
der Studenten lässt unserem Eindruck nach auf fehlendes Vertrauen in
die Glaubwürdigkeit der Angaben von Unternehmen und Nutzern
schließen“, interpretiert Olaf Kempin, Gründer und Co-Geschäftsführer
von univativ, die Ergebnisse der aktuellen Umfrage. „Attraktivere
Informationsquellen sind Karrierewebseiten der Unternehmen, der
Besuch von Jobmessen sowie persönliche Empfehlungen.“

Dabei bieten Bewertungsportale auch Studenten auf der Suche nach
einem Praktikum oder einem Studentenjob nützliche Informationen.
„Studenten sollten ihre Zeit nicht in Unternehmen verschwenden, in
denen man nur zum Kaffee kochen eingesetzt wird“, fügt Kempin hinzu.
„Dafür ist ein Blick auf ein Bewertungsportal hilfreich. Wenn dann
Zweifel aufkommen, dass der Job oder das Praktikum zu einem passt,
ist es ratsam, weitere Erfahrungsberichte einzuholen. Ich empfehle
auch, im Bewerbungsgespräch gezielt kritische Punkte anzusprechen.“
Wie bei allen Bewertungen gilt: Je konkreter eine Aussage, desto
glaubwürdiger und hilfreicher ist sie. Besonders pauschale,
unspezifische Kritik sollte man mit Bedacht würdigen.

Neue Angebote haben es schwer

Die Riege der Anbieter wächst zwar stetig, Branchenprimus kununu
liegt allerdings bei der Relevanz für die studentische Zielgruppe
deutlich vorn: Mit 23 Prozent ist der Marktführer auch unter
Studenten an erster Stelle, gefolgt vom 2006 gegründeten deutschen
Pionier „Jobvoting“ (8 Prozent) und dem 2010 eingeführten Portal
„meinChef“ (6 Prozent). Auf den weiteren Rängen folgen Bizzwatch und
der jüngste Marktteilnehmer Glassdoor mit 3 bzw. 2 Prozent. Glassdoor
wurde 2007 in den USA ins Leben gerufen und besitzt seit Anfang 2015
auch einen deutschen Ableger. 18 Prozent der Stimmen entfielen auf
die Nutzung weiterer Anbieter, während 59 Prozent angaben, gar keine
Bewertungsplattformen für die Suche nach dem richtigen Arbeitgeber zu
nutzen.

Geringes Engagement auf Bewertungsportalen

Entsprechend der geringen Relevanz von Bewertungsplattformen für
Studenten fielen auch die Angaben über das persönliche Engagement
aus. Etwa jeder Zehnte (12 Prozent) hat bereits selbst eine Bewertung
über einen Arbeitgeber verfasst. 88 Prozent nutzten diese Möglichkeit
noch nie. „Viele Studenten kennen das Angebot von Bewertungsportalen
gar nicht oder sehen für ein Praktikum keine Notwendigkeit, diese zu
nutzen. Dabei könnte man sich auf diesem Weg beispielsweise über
Erfahrungen anderer im Bewerbungsgespräch informieren und so die
eigenen Chancen verbessern“, so Kempin.

Bildmaterial zu dieser Meldung finden Sie unter
http://www.univativ.de/site/unicensus/

Über den unicensus kompakt

Der „unicensus kompakt“ ist eine Blitzumfrage der univativ GmbH &
Co. KG, Darmstadt. Der Personaldienstleister befragt dafür regelmäßig
bundesweit rund 1.000 Studenten in Deutschland zu für sie relevanten
Themen. Weitere Informationen im Internet unter www.unicensus.de.

Über univativ

Als Personaldienstleister stellt univativ seinen Kunden
qualifizierte Studenten, Absolventen und Young Professionals zur
Besetzung kurz- und langfristiger Vakanzen im Projekt- und
Tagesgeschäft zur Verfügung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den
Bereichen IT, Economics und Engineering.

Das 1998 gegründete Unternehmen ist heute mit über 1.000
Mitarbeitern an zwölf Standorten in Deutschland und der Schweiz
vertreten und pflegt den persönlichen Kontakt zu mehr als 7.000
jungen Talenten.

univativ bietet diesen ambitionierten Junioren vielfältige Jobs in
über 250 großen und mittelständischen Unternehmen, darunter mehr als
drei Viertel der DAX-Konzerne.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter
www.univativ.de.

Pressekontakt:
Nicole Dau / Jule Bellinghausen
Oseon
040-22 81 700-14 / 069-25 73 80 22-20
nicole@oseon.com / jule@oseon.com

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