BGA: Keine Sommerpause für den Außenhandel dank billigem Euro

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„Die Sommerpause ist im Außenhandel aufgrund des
billigen Euro ausgefallen. Dabei fußt das Wachstum gleichermaßen auf
einer Belebung der Nachfrage in und außerhalb der EU. Dank niedrigem
Euro wuchsen innerhalb der EU insbesondere die Ausfuhren in die
Länder, die nicht der Eurozone angehören. Noch stärker stiegen sogar
die Ausfuhren in die Drittländer. Waren in der Vergangenheit jedoch
die BRIC-Staaten die Wachstumstreiber, sind es heute insbesondere die
USA. So sind alleine im ersten Halbjahr die Ausfuhren um fast ein
Viertel gestiegen.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des
Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA),
heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für
August 2015 bekanntgegeben. Demnach sind die deutschen Exporte im
Vorjahresvergleich um 5,0 Prozent gestiegen, während die Importe um
4,0 Prozent zugelegt haben. Damit schloss die Außenhandelsbilanz im
August mit einem Überschuss von 15,3 Milliarden Euro ab.

„Auch wenn der Außenhandel erfreuliche Wachstumsraten zeigt,
handelt es sich hierbei doch um ein äußerst fragiles Wachstum. So
sind die Zuwächse zu weiten Teilen auch mittels eines niedrigen
Eurokurses erkauft – eine überaus gefährliche und auch nur
kurzfristig erfolgreiche Politik, da eine Abwertungsspirale niemals
in unserem Interesse liegen kann. Darüber hinaus sorgen
glücklicherweise die gleichzeitig überaus niedrigen Rohstoffpreise
dafür, dass die negativen Effekte dieser Politik derzeit nicht auf
unsere Importpreise durchschlagen. Gleichwohl belastet der niedrige
Ölpreis die Nachfrage aus dem Nahen und Mittleren Osten und Russland
genauso wie aus den erdölfördernden Staaten in Lateinamerika und
Afrika. Auf den guten Außenhandelszahlen können wir uns also nicht
ausruhen. Vielmehr sollten wir die Gunst der Stunde nutzen und unsere
Hausaufgaben erledigen. Hierzu zählt gerade auch der Abschluss des
transatlantischen Freihandelsabkommens TTIP, um unsere
Gestaltungsmöglichkeiten auch in Zukunft zu sichern“, so Börner
abschließend.

32, Berlin, 8. Oktober 2015

Pressekontakt:
Ansprechpartner:
André Schwarz
Pressesprecher
Telefon: 030/ 59 00 99 520
Telefax: 030/ 59 00 99 529

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