Bishnu Chaudhary: „G7, schaut auf Mädchen wie mich!“ / Ehemaliges Sklavenmädchen spricht für Plan International

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„Seht mich an! Ich konnte meinen Weg
gehen, weil ich Bildung und eine berufliche Perspektive bekommen
habe“, sagt die Nepalesin Bishnu Chaudhary (19). Bevor Plan
International das Mädchen aus der Leibeigenschaft eines
Großgrundbesitzers im Terai-Tiefland befreite, schuftete sie bis zu
16 Stunden täglich als sogenannte Kamalari – als „hart arbeitende
Frau“. Waschen, kochen, putzen – für die Schule blieb Bishnu keine
Zeit. Das änderte sich für die wissbegierige Nepalesin nach ihrer
Befreiung: Sie besuchte eine Übergangsklasse, die Plan International
für befreite Kamalari eingerichtet hatte, um sie auf den regulären
Schulbesuch vorzubereiten. Mittlerweile hat Bishnu die weiterführende
Schule abgeschlossen und ist für einen Bacherlor-Studiengang auf
„Lehramt“ immatrikuliert. Perspektiven wie diese sollen die G7 nun
allen Kindern auf der Welt ermöglichen – zusammen mit einer
vollständigen, gleichberechtigten und effektiven Partizipation auf
wirtschaftlicher, sozialer und politischer Ebene. „Dann kann auch
eine Kamalari Präsidentin werden“, sagt Bishnu.

Nachhaltige Armutsbekämpfung setzt die konsequente
Gleichberechtigung der Geschlechter voraus, zum Beispiel bei
Haussklavinnen wie Bishnu Chaudhary in Nepal. Plan International
begrüßt, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel die Themen Gesundheit
sowie die Stärkung von Frauen und Mädchen auf die Agenda des
G7-Gipfels gesetzt hat – erinnert aber die G7-Staaten auch daran,
entsprechende Zielvereinbarungen auf ihrem Gipfeltreffen zu
verabreden – und einzuhalten. Bei der G7-Konferenz im bayerischen
Elmau sind unter anderem die neuen globalen Nachhaltigkeits- und
Entwicklungsziele (SDGs) Thema. Das Kinderhilfswerk Plan fordert,
dass zur Erreichung der Gleichberechtigung der Geschlechter –
SDG-Ziel Nummer 5 – konkrete Indikatoren festgeschrieben werden. Dazu
gehören die Beseitigung aller Formen von Gewalt gegen Mädchen und
Frauen sowie Maßnahmen, um die Diskriminierung der Geschlechter
wirkungsvoll zu beenden. Früh- und Zwangsheiraten sollen ebenso wie
die weibliche Genitalverstümmelung im Rahmen der SDGs bis 2030
beendet werden, fordert Plan International.

Plan nimmt teil an der Veranstaltung „Zusammen gegen Armut“ in
München. Gemeinsam mit anderen Organisationen setzt das
Kinderhilfswerk am Samstag, 6. Juni 2015, auf dem Königsplatz ein
starkes Zeichen an die Politik, mehr für die Gleichberechtigung,
bessere Bildung, Teilhabe der Kinder – und damit gegen die Armut zu
tun. Plan International Deutschland ist durch Maike Röttger,
Vorsitzende der Geschäftsführung, und Kuratoriumsmitglied Marie-Luise
Marjan vertreten. Sie werden von Bishnu Chaudhary begleitet, die ein
Grußwort an die Politiker richtet.

Weitere Informationen online: www.plan.de/SDG

Pressekontakt:
Interviewanfragen für Maike Röttger, Marie-Luise Marjan und Bishnu
Chaudhary über Plan International Deutschland e.V., Kommunikation,
Bramfelder Straße 70, 22305 Hamburg:
– Sabine Marxen, Pressereferentin, Tel. 0175 7800118
– Marc Tornow, Pressereferent, Tel. 040 61140-177
– E-Mail: presse@plan.de

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