Biwer: „Bundeskabinett hat ein klares Zeichen gesetzt“

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Der WEISSE RING, Deutschlands größte Organisation zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern, begrüßt den Beschluss des Bundeskabinetts, die Mittel für den Fonds „Heimerziehung West“ aufzustocken. Damit werden die Hilfen für ehemalige Heimbewohner in Westdeutschland, die zwischen 1949 und 1975 als Kinder und Jugendliche geschlagen, sexuell missbraucht oder anderweitig gequält wurden, weiter gesichert.
„Der Beschluss des Kabinetts ist eine gute Entscheidung im Sinne der Opfer“, sagt Bianca Biwer, Bundesgeschäftsführerin des WEISSEN RINGS. „Viele ehemalige Heimbewohner waren in ihrer Kindheit und Jugend, also in einer Zeit der besonderen Schutzbedürftigkeit, einer gewaltigen Belastung ausgesetzt. Oftmals sind sie noch bis heute traumatisiert und leiden unter den Folgen.“ Begangenes Unrecht sei zwar nicht mehr rückgängig zu machen. Mit der Aufstockung der Opferhilfen habe das Kabinett aber ein klares Zeichen dafür gesetzt, es mit der finanziellen Entschädigung ernst zu meinen.
Laut Angaben des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend werden die Kosten für die Aufstockung des Fonds, insgesamt 182 Millionen Euro, jeweils zu einem Drittel vom Bund, von den westdeutschen Bundesländern und von den Kirchen getragen. Mit den Leistungen können individuelle materielle Hilfen beantragt werden, Betroffene können insgesamt Sachleistungen von bis zu 10.000 Euro erhalten. Zudem werden Ausgleichszahlungen für entgangene Rentenansprüche geleistet.

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