bpa-Präsident: Der Jobmotor Altenpflege brummt / Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Altenpflege: Hoher Jobzuwachs von + 4,3 Prozent innerhalb eines Jahres

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Es liegen neue Zahlen zu den
sozialversicherungspflichtig beschäftigten Menschen in der
Altenpflege vor. Dabei handelt es sich um eine Stichtagserhebung zum
31.12.2014, die zum 15. Juli 2015 von der Bundesagentur für Arbeit
veröffentlicht wurde. Am 31.12.2014 waren in der Altenpflege
insgesamt 507.651 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt.
Gegenüber den Zahlen des Vorjahres (31.12.2013: 486.558) ergibt dies
ein Plus von 21.093 Beschäftigten und entspricht einer Steigerung um
+4,3 %. „Der Jobmotor Altenpflege brummt“, sagt der Präsident des
Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), Bernd
Meurer. „Die Altenpflege beschäftigt eine halbe Million Menschen. Wir
haben einen hohen Zuwachs an Beschäftigten von + 4,3 % innerhalb
eines Jahres.“

Ebenfalls gestiegen sind die Zahlen der Fachkräfte von 263.492 am
31.12.2013 auf 274.630 am 31.12.2014. Im Vergleich zum Vorjahr ist
das ein Plus von 11.138 Beschäftigten (entspricht +4,2 %).

„Der Zuwachs hätte das Doppelte betragen können, gäbe es nicht
einen erheblichen Fachkräftemangel. Es fehlen bis zu 50.000
Altenpflegekräfte“, kommentiert Meurer.

Besonders erfreulich: Die Zahl der Auszubildenden stieg von 49.917
am 31.12.2013 auf 52.920 am 31.12.2014. Im Vergleich zum Vorjahr ist
das ein Plus von 3.003 Auszubildenden und entspricht +6 %. „Das ist
eine weitere Bestätigung für den Ausbildungsberuf Altenpflege“, sagt
Meurer und warnt vor der von der Bundesregierung geplanten
generalistischen Pflegeausbildung, bei der Altenpflege, Krankenpflege
und Kinderkrankenpflege zu einer dreijährigen Basisqualifizierung
zusammengeführt werden – obwohl nur rund 40 Prozent der
Ausbildungsinhalte übereinstimmen.

„Die Altenpflege bietet dauerhafte und sichere Arbeitsplätze.
Allerdings ist absehbar, dass die jetzt schon spürbare Personalnot
weiter wachsen wird. Neben der Pflegereform brauchen wir dringend die
klare politische Unterstützung, um auch in Zukunft die Pflege und
Betreuung alter Menschen sichern zu können“, so der bpa-Präsident.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa)
bildet mit mehr als 8.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen die größte
Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in
Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären
Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in
privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa
tragen die Verantwortung für rund 260.000 Arbeitsplätze und circa
20.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch
www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei
etwa 20,6 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Rückfragen: Herbert Mauel, Bernd Tews, bpa-Geschäftsführer, Tel.:
030/30 87 88 60, www.bpa.de

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