bpa stellt Gutachten von Prof. Dr. Heinz Rothgang zur Rolle der privaten Anbieter in der Pflegeversorgung in Deutschland vor

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Gutachten belegt Bedeutung und Vorteile privater
Pflegedienste und Pflegeheime

Zur Vorlage des Gutachtens „Die Rolle der privaten Anbieter in der
Pflegeversorgung in Deutschland“ am heutigen Freitag, den 18.
September 2015, in Berlin erklären der Präsident des Bundesverbandes
privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), Bernd Meurer, und der
Präsident des bpa Arbeitgeberverbandes Rainer Brüderle:

„Das Gutachten von Prof. Dr. Heinz Rothgang schafft endlich
Klarheit und widerlegt alle Vorurteile: Ohne die Privaten würde die
pflegerische Versorgung zusammenbrechen, sie stellen von Helgoland
bis Garmisch die flächendeckende Versorgung sicher. Sie sind auf dem
flachen Land wie in der Stadt vertreten, nur ihre dynamische
Entwicklung hat die Versorgung der steigenden Zahl pflegebedürftiger
Menschen ermöglicht. Sie sind in der Regel kleiner, überschaubarer,
familiärer, beschäftigen mehr Fach- und Pflegekräfte und sind bei
gleicher Qualität günstiger als die Angebote der Wohlfahrtsverbände
und Kommunen. Damit ist ein Signal gesetzt, das lautet: Schluss mit
schlecht durchdachten Experimenten und mit am grünen Tisch
entwickelten, bürokratischen Regelungen, die der privat betriebenen
Pflege Geld, Zeit und Qualität stehlen. Ohne weiteres
privatwirtschaftliches Engagement wird die Pflege in Deutschland in
den kommenden Jahren zusammenbrechen.“

Der bpa und der bpa Arbeitgeberverband begrüßen, dass sich
erstmals ein umfassendes wissenschaftliches Gutachten den Fakten
widmet und diese in den Zusammenhang zur Trägerschaft stellt und
damit die private Pflegelandschaft in ihrer Bedeutung und Güte
bestätigt. Das Gutachten macht deutlich: Ohne die privaten
Pflegeanbieter und deren Investitionen wäre die Versorgung nicht
sichergestellt und es gäbe heute keine flächendeckende
Pflegeinfrastruktur in Deutschland. Denn über die Hälfte aller
Pflegeeinrichtungen wären einfach nicht vorhanden. Es gäbe keinen
Wettbewerb um die beste Versorgung und es gäbe auch keinen Wettbewerb
um die besten von den Kunden gewünschten Konzepte und Leistungen.

Private Unternehmen stehen häufig persönlich – insbesondere als
vor Ort verankerte Familienunternehmen – und mit ihrem Eigentum und
Kapital für den Auf- und Ausbau der qualitativ hochwertigen
Infrastruktur der pflegerischen Versorgung ein. Sie stellen die
pflegerische Versorgung vor Ort sicher und sind zugleich Jobmotoren,
wenn andere sich bereits lange aus der Übernahme der finanziellen
Verantwortung zurückgezogen haben. Das Gutachten bestätigt
eindrücklich: Die private Pflege kann mit Stolz auf die Entwicklungen
der letzten Jahrzehnte und mit Zuversicht auf die nächsten Jahre
blicken.

Weder die Bundesländer noch Kommunen oder der Bund und auch nicht
die gemeinnützigen Träger waren in der Vergangenheit bereit oder in
der Lage, die erforderliche Infrastruktur der Pflege aufzubauen oder
zu finanzieren. Und nichts deutet darauf hin, dass sich an diesem
Zustand auf absehbare Zeit etwas ändert.

Der bpa und der bpa Arbeitgeberverband haben jetzt ein
wissenschaftliches Gutachten vorgelegt, das in allen entscheidenden
Bereichen der pflegerischen Versorgung die Einrichtungen nach
Trägerarten vergleicht. Untersucht wurden die Entwicklungen der
letzten Jahre: Durch wen wurde die wachsende Anzahl der
pflegebedürftigen Menschen versorgt? Wie haben sich die Marktanteile
der verschiedenen Anbieter entwickelt? Wie ist die Qualität? Wer
beschäftigt wie viel Personal?

Jetzt kommt es darauf an, aus einem sehr soliden Gutachten die
richtigen Schlüsse zu ziehen: 1. Die Investitionsbereitschaft der
privaten Pflegeanbieter stärken. 2. Abschied nehmen von einer Art
Staatsromantik, die da heißt: Wir Kommunen können das alles besser.
3. Eine gute pflegerische Versorgung braucht noch mehr privates
Unternehmertum.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa)
bildet mit mehr als 8.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen die größte
Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in
Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären
Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in
privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa
tragen die Verantwortung für rund 260.000 Arbeitsplätze und circa
20.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch
www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei
etwa 20,6 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Herbert Mauel, Bernd Tews, bpa-Geschäftsführer, Tel.: 030/30 87 88 60

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