Brähmig: Gedenktag an Flucht und Vertreibung findet große Zustimmung

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Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung
veröffentlicht repräsentative Allensbach-Studie

Die Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung veröffentlichte am
gestrigen Dienstag eine repräsentative Studie zu Flucht, Vertreibung,
Versöhnung, die vom Institut für Demoskopie Allensbach in
Deutschland, Polen und Tschechien durchgeführt wurde. Dazu erklärt
der Vorsitzende der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen
Minderheiten der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Klaus
Brähmig:

„Die Entscheidung der Bundesregierung, den Weltflüchtlingstag der
Vereinten Nationen am 20. Juni zum Gedenktag für die Opfer von Flucht
und Vertreibung zu erklären, findet in Deutschland die Zustimmung von
53 Prozent der Bevölkerung. An diesem Tag soll neben den weltweiten
Opfern von Flucht und Vertreibung auch den deutschen Flüchtlingen und
Vertriebenen gedacht werden, die in Folge des Zweiten Weltkriegs ihre
Heimat verloren. Vor diesem Hintergrund liegt die Zustimmung zum
bundesweiten Gedenktag unter den deutschen Heimatvertriebenen mit 73
Prozent noch höher. Die Resonanz unterstreicht die große Bedeutung,
das Schicksal von 14 Millionen Deutschen 70 Jahre nach Ende des
Zweiten Weltkriegs endlich auch durch ein öffentlich sichtbares
Gedenken zu würdigen.

Die Allensbach-Studie liefert zugleich interessante Erkenntnisse
über unsere Beziehungen zu Polen und Tschechien. Vor allem die
positiven Erfahrungen der Bürger im persönlichen Kontakt zeigen, dass
es in den vergangenen zehn Jahren zu einer guten Verständigung
gekommen ist. Dies gilt vor allem für die polnische Bevölkerung in
den ehemaligen deutschen Ostgebieten und ihre früheren deutschen
Bewohner. Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, wie wichtig und
richtig es ist, auf dem Fundament der gemeinsamen Geschichte
tragfähige Brücken in die Zukunft zu bauen. Die deutschen
Vertriebenen und Flüchtlinge der Erlebnis- und Bekenntnisgeneration
tragen an dieser positiven Entwicklung einen großen Anteil.

Auch die Errichtung eines Ausstellungs- und Dokumentationszentrums
zu Flucht und Vertreibung findet große Zustimmung in der deutschen
Bevölkerung und mit 79 Prozent besonders starken Zuspruch in den
Reihen der Heimatvertriebenen. Bemerkenswert ist die in den
vergangenen Jahren gestiegene Akzeptanz in Polen und Tschechien. 39
Prozent der Polen und 42 Prozent der Tschechen finden das von der
Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung geplante Zentrum in Berlin
eine gute Idee. Im Jahre 2006 bewerteten nur 32 Prozent der Polen und
16 Prozent der Tschechen eine derartige Einrichtung als positiv.

Die gezeigten Ergebnisse der Allensbach-Studie belegen, dass es
wichtig ist, sich den Themenkreisen Flucht und Vertreibung, der
Geschichte des historischen deutschen Ostens und der Aussöhnung mit
den östlichen Nachbarn auch in Zukunft volle Aufmerksamkeit zu
widmen.“

Pressekontakt:
CDU/CSU – Bundestagsfraktion
Pressestelle
Telefon: (030) 227-52360
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