Bundesregierung will Kinderkrankenpflege abschaffen / Die geplante Pflegereform ignoriert Kinder. Eltern, Pflegende undÄrzte wollen den Beruf „Kinderkrankenpflege“ erhalten (FOTO)

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Die Bundesregierung plant, die Alten-, Kranken- und
Kinderkrankenpflege in einer generalistischen Ausbildung
zusammenzulegen.

Eine Generalisierung der Pflege zu einer Einheitspflege ignoriert
die besondere und verletzliche Situation des kranken Kindes. Schwer
kranke oder chronisch kranke Kinder werden die Verlierer einer Reform
sein, die in erster Linie den Personalmangel in der Altenpflege
bewältigen soll. Dagegen protestieren Eltern, Pflegende und Ärzte.

Gemeinsam mit Verbänden und Organisationen der Eltern-Selbsthilfe
und der Kinder- und Jugendmedizin hat die Gesellschaft der
Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen (GKinD) einen Aufruf
verfasst, der die Interessen des kranken Kindes ins Zentrum rückt
(Text s. Anlage). Alle befürchten einen deutlichen Qualitätsverlust,
sollten die Reformpläne tatsächlich umgesetzt werden.

„Wie sollen die Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen
zukünftig noch ihre qualitativ hochwertige pflegerische Versorgung
der ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen sicherstellen, wenn
man sie der Möglichkeit beraubt, dafür qualifizierte
Kinderkrankenpflegerinnen und Kinderkrankenpfleger auszubilden?“
Diese Frage stellt sich der GKinD-Vorsitzende, Andreas Wachtel,
angesichts der Pläne der Bundesregierung.

Ob ein kaum 500 g leichtes Frühgeborenes, ein schwer kranker
Säugling, ein Kleinkind oder ein/e pubertierende/r Jugendliche/r mit
Gesundheitsproblemen – ohne die über mehrere Jahre fachspezifisch
geschulten Kinderkrankenpflegerinnen und -pfleger verlieren sie alle
immens wichtige Partner für ihre Genesung und Betreuung.

Die Unterzeichner des Aufrufs zum Erhalt der Kinderkrankenpflege
in Deutschland werden sich weiterhin bei Politikern auf Landes- und
auf Bundesebene intensiv dafür einsetzen, bei den Gesetzes- und
Reformplänen im Gesundheitsbereich die spezifischen Bedürfnisse von
Kindern im Krankenhaus entsprechend zu berücksichtigen. Die Pläne zur
Pflegeausbildungs-Reform sind stillschweigend über etwas
Grundlegendes hinweggegangen: Das Recht auf fachgerechte und
qualitativ hochwertige Betreuung im Krankheitsfall gilt insbesondere
auch für Kinder.

Pressekontakt:
Jochen Scheel
Fon 030.60984280
Fax 030.60984283
E-Mail Jochen.Scheel@GKinD.de

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