Bundesregierung will Pelztierhaltung und die Schlachtung trächtiger Tiere verbieten / VIER PFOTEN fordert kürzere Übergangsfristen

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Die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD haben einen
Gesetzesentwurf verfasst, der die Pelztierhaltung in Deutschland und
das Schlachten trächtiger Tiere verbieten soll. Anders als im Antrag
der Bundesländer, die das Verbot im Tierschutzgesetz verankern
möchten, will die Große Koalition das Verbot im
Tiererzeugnisse-Handels-Verbotsgesetz verankern. Verboten werden soll
die Haltung von Pelztieren wie Nerzen, Chinchillas oder Polarfüchsen.
Verstöße sollen mit einem Bußgeld von bis zu 30.000 Euro geahndet
werden.

VIER PFOTEN begrüßt den Gesetzesvorschlag grundsätzlich, fordert
aber eine schnellere Umsetzung des Verbotes. Die geplante
Übergangsfrist von zehn Jahren für bestehende Farmen ist viel zu
lang. Aus einem Gutachten, dass VIER PFOTEN in Auftrag gegeben hat,
erschließt sich eine zweijährige Übergangsfrist als sinnvoll.

Denise Schmidt (34), Kampagnenleiterin bei VIER PFOTEN: „Völlig
inakzeptabel ist, dass die Nerzfarmer während der zehnjährigen
Übergangsfrist ihre auch nach Ansicht der Bundesregierung
tierschutzwidrigen Haltungsbedingungen beibehalten dürfen. Denn die
in Deutschland bestehenden, von den Nerzfarmern jahrelang nicht
umgesetzten besseren Mindeststandards in der
Tierschutznutztierverordnung werden mit dem Verbotsentwurf der
Regierungsparteien außer Kraft gesetzt. So werden die Farmer für das
jahrelange Ignorieren von Tierschutzvorgaben noch belohnt und können
zehn weitere Jahre profitabel Tiere quälen.“

Tausende ungeborene Kälber ersticken

Ein ebenso wichtiges Thema ist das Schlachten trächtiger Tiere.
Jährlich ersticken beispielsweise etwa 180.000 Kälber bei der
Schlachtung in den Leibern der Muttertiere. Wissenschaftliche
Untersuchungen belegen, dass Föten ab dem letzten Drittel der
Trächtigkeit Schmerzen und Leiden empfinden können. Das ungeborene
Tier verendet bei der Schlachtung des Muttertiers aufgrund des
Sauerstoffmangels im Mutterleib.

Der Gesetzentwurf der Regierungsparteien zielt darauf ab, das
Schlachten trächtiger Tiere ab dem letzten Drittel der Trächtigkeit
zu verbieten. VIER PFOTEN begrüßt diesen Schritt. Vor allem auch,
weil es bislang keine rechtsverbindlichen Vorgaben zum Umgang bei der
Schlachtung trächtiger Tiere gibt. VIER PFOTEN fordert eine EU-weite
Regelung für ein Schlachtungsverbot trächtiger Tiere.

Die Info-Grafik „10 Gründen gegen Pelzfarmen in Deutschland“ im
Anhang dieser E-Mail können Sie mit dem Copyright „VIER PFOTEN“
kostenfrei für Ihre Berichterstattung verwenden.

Druckfähige Fotos und sendefähiges Videomaterial aus deutschen
Pelzfarmen schicken wir Ihnen gerne auf Anfrage zu.

Über VIER PFOTEN

VIER PFOTEN ist eine international tätige Tierschutzorganisation
mit Hauptsitz in Wien und weiteren Niederlassungen in elf Ländern.
Die 1988 von Heli Dungler gegründete Organisation setzt sich mit
nachhaltigen Kampagnen und Projekten für den Tierschutz ein. Der
Fokus liegt auf Tieren, die unter direktem menschlichen Einfluss
stehen z.B.: Streunerhunde- und -katzen, Nutz-, Wild- und Heimtiere
aus nicht artgemäßer Haltung. VIER PFOTEN sorgt für rasche und
direkte Hilfe für Tiere in Not. www.vier-pfoten.de

Presserückfragen an VIER PFOTEN:
Melitta Töller
Pressestelle VIER PFOTEN Deutschland
Tel.: +49-40-399 249-66
Mobil: +49-160-905 594 83
Mail: melitta.toeller@vier-pfoten.org

VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Schomburgstraße 120, 22767 Hamburg
www.vier-pfoten.de

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