Bundestagswahl 2017: Wissenschaftliche Prognose von Kayser und Leininger sieht Union bei 35 und SPD bei 26 Prozent / Große oder Jamaika-Koalition möglich (FOTO)

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Laut einer wissenschaftlichen Wahlprognose von Mark Kayser und
Arndt Leininger von der Hertie School of Governance wird die CDU/CSU
bei der Bundestagswahl 2017 mit 35,1 Prozent der Stimmen stärkste
Kraft, verliert aber gegenüber dem Wahlergebnis von 2013 gut 6
Prozent. Die SPD kann ihr Ergebnis mit 26,1 Prozent nur leicht
verbessern. Die Grünen können 10,5 Prozent erreichen, also deutlich
mehr als in aktuellen Umfragen. Demnach schöpft die Partei ihr
Wählerpotenzial derzeit nicht aus. Die Linke kann mit 9,2 Prozent
rechnen. Die FDP schafft den Wiedereinzug in den Bundestag mit 8,7
Prozent der Stimmen. Die AfD sieht die Prognose mit 7-9 Prozent
ebenfalls im Parlament vertreten. Neben der Großen Koalition unter
Führung der Union könnte auch ein Jamaika-Bündnis aus CDU/CSU, Grünen
und FDP die neue Bundesregierung stellen.

Diese Ergebnisse ermittelten Kayser und Leininger anhand eines
eigens für Deutschland entwickelten so genannten strukturellen
Prognosemodells, welches eine große Menge historischer Daten
einbezieht. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Ergebnisse der
Bundestags- und Landtagswahlen seit 1961, wobei Landtagswahlen höher
gewichtet werden, je näher sie zeitlich an Bundestagswahlen lagen.
Eine Vielzahl von Berechnungen, welche unter anderem unterschiedlich
hohe Wahlbeteiligungen berücksichtigen, werden zu einer
abschließenden Prognose aggregiert. Die Ergebnisse von
Meinungsumfragen klammert das Modell aus.

Die Methode beruht damit auf dem tatsächlichen statt dem per
Umfrage ermittelten hypothetischen Wahlverhalten der Bürger und
erlaubt es, vergleichsweise lange vor der Wahl realistische
Erwartungen aufzustellen, an denen das tatsächliche Wahlergebnis
gemessen werden kann. „Wir sagen voraus, wie durchschnittliche
Kandidaten mit durchschnittlichen Kampagnen abschneiden würden. An
diesem Maßstab können wir am Abend des 24. September erkennen, welche
Parteien im Wahlkampf wirkungsvoll Akzente gesetzt und ihr
Wählerpotenzial erfolgreich mobilisiert haben und welche nicht“,
erläutern die Wissenschaftler.

Prof. Mark Kayser, PhD, ist Professor of Applied Methods and
Comparative Politics an der Hertie School of Governance. Arndt
Leininger, PhD, hat 2017 seine Promotion an der Hertie School
abgeschlossen und ist jetzt wissenschaftlicher Mitarbeiter an der
Universität Mainz.

Grafik des Prognoseergebnisses: http://bit.ly/2rgnNhJ

Weitere Informationen zur Methode: http://bit.ly/2szznIH

Die Hertie School of Governance ist eine staatlich anerkannte,
private Hochschule mit Sitz in Berlin. Ihr Ziel ist es, herausragend
qualifizierte junge Menschen auf Führungsaufgaben im öffentlichen
Bereich, in der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft
vorzubereiten. Mit interdisziplinärer Forschung will die Hertie
School zudem die Diskussion über moderne Staatlichkeit voranbringen
und den Austausch zwischen den Sektoren anregen. Die Hochschule wurde
Ende 2003 von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung gegründet und wird
seither maßgeblich von ihr getragen. www.hertie-school.org

Pressekontakt:
Regine Kreitz, Head of Communications, Tel.: 030 / 259 219 113, Fax:
030 / 259 219 444, Email: pressoffice@hertie-school.org

Twitter: https://twitter.com/thehertieschool
Facebook: https://www.facebook.com/hertieschool/
LinkedIn: https://www.linkedin.com/school/55258/

Original-Content von: Hertie School of Governance, übermittelt durch news aktuell

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