Business Intelligence: Unternehmen schaffen nur mittlere Reife

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Europas Unternehmen tun sich schwer, wenn es um
die professionelle Analyse von Daten und deren Nutzung für
geschäftliche Entscheidungen geht. Auf einer Reifeskala für den
erfolgreichen Einsatz von Business Intelligence (BI) von 1 bis 5
verharrt der Durchschnitt auf der Stufe 3. Einige Unternehmen nehmen
allerdings eine Vorreiterrolle ein und verfügen über BI-Systeme und
BI-Spezialisten, die schnelle und flexible Analysen liefern. So
erzeugt die BI nachweislich einen signifikanten Mehrwert in der
Unterstützung der Geschäftsprozesse. Das sind Ergebnisse der
europäischen Studie „Business Intelligence Maturity Audit“ (biMA®
2012/13), die Steria Mummert Consulting zum vierten Mal durchgeführt
hat.

Ein Ländervergleich offenbart, dass sich die Reifegrade der
BI-Landschaften in Europa kaum unterscheiden. In der Region
Deutschland, Österreich und Schweiz gehen Unternehmen seit der ersten
Untersuchung 2004 zwar deutlich professioneller mit dem Thema
Business Intelligence um. Doch die wachsende BI-Popularität sorgt
dafür, dass die Nutzer komplexe Anforderungen an die Auswertungen
stellen – Tendenz steigend. „Die starren Abläufe und eingeführten
technischen Standards bremsen die Unternehmen aus“, sagt
Studienleiter Volker Oßendoth von Steria Mummert Consulting.

Ein großes Manko ist die fehlende strategische Ausrichtung der BI.
So haben 49 Prozent der befragten Unternehmen keine spezifische
BI-Strategie. 70 Prozent geben zudem an, kein explizites Regelwerk
zur Strategieumsetzung im Tagesgeschäft, eine so genannte
BI-Governance, bei sich eingeführt zu haben. Dadurch fehlt die
zentrale Koordination und Abstimmung der häufig isolierten
BI-Aktivitäten. „Viele Nutzer wissen beispielsweise gar nicht, welche
eigenen und externen Daten und BI-Werkzeuge zur Verfügung stehen und
für welchen Zweck diese eingesetzt werden dürfen“, so Dr. Carsten
Dittmar, Senior Manager und BI-Experte. Zudem besteht häufig
Unklarheit über Verantwortlichkeiten und Ansprechpartner. Die Folgen:
Auswertungen verzögern sich und die Vergleichbarkeit der
Analyseergebnisse fehlt.

Ein weiterer Brennpunkt sind die eingesetzten Prozesse. 44 Prozent
der Unternehmen setzen beispielsweise auch bei BI-Fragestellungen auf
das allgemeine Anforderungsmanagement der IT. Nur bei 24 Prozent der
Unternehmen werden BI-Systeme nach einem BI-spezifischen
Vorgehensmodell entwickelt. Das bedeutet: Die besonderen integrativen
Anforderungen der BI-Anwender werden in der Regel ignoriert. Das geht
häufig zu Lasten von Qualität und Aussagekraft der Analysen.
Zielgruppenbewertungen fallen so zum Beispiel ungenau aus, eine
individuelle Ansprache im Marketing wird erschwert. Die Unternehmen
riskieren damit, dass die Kosten-Nutzen-Kalkulation von BI nicht
aufgeht und die Mitarbeiter die BI-Initiative in Frage stellen.

Um künftig noch schneller auf Änderungen im Marktumfeld reagieren
zu können, steigt der Druck auf die BI-Verantwortlichen in
Unternehmen. Debatten wie der Umgang mit Big Data befeuern den Wunsch
nach flexiblen BI-Strukturen zusätzlich. „Es braucht einen
tiefgreifenden Paradigmenwechsel“, sagt Dr. Carsten Dittmar. „Die
physische Speicherung sämtlicher Daten an einem einzigen Ort
entsprechend der Idee des Enterprise Data Warehouse lässt sich
insbesondere in größeren Unternehmen kaum noch umsetzen. Dafür sorgen
die steigende Anzahl von Anwendergruppen mit immer komplexeren
Anforderungen sowie der Wunsch der Nutzer, deutlich schneller,
fokussierter und individueller mit Informationen versorgt zu werden.“

Hintergrund

Die Studie „biMA®2012/13“ (Business Intelligence Maturity Audit)
wurde nach den Jahren 2004, 2006 und 2009 bereits zum vierten Mal
durchgeführt. Dabei kommen die Teilnehmer erstmals nicht nur aus dem
deutschsprachigen Raum, sondern aus 20 europäischen Ländern. Mit mehr
als 650 Teilnehmern gehört die Studie zu einer der größten Analysen
zum Thema Business Intelligence in Europa. Die methodische Basis
bilden das von Steria Mummert Consulting entwickelte BI-spezifische
Reifegradmodell Business Intelligence Maturity Model (biMM®) sowie
die darauf aufbauende Analysemethode Business Intelligence Maturity
Audit (biMA®).

Zum kostenlosen Download der Studie geht es hier:
http://bit.ly/19xrnU5

Die Presseinformation finden Sie auch online auf unserer Website:
http://bit.ly/106COkQ

– ENDE –

Pressekontakt:
Steria Mummert Consulting
Birgit Eckmüller
Tel.: +49 (0) 40 22703-5219
E-Mail: birgit.eckmueller@steria-mummert.de

Faktenkontor
Jörg Forthmann
Tel.: +49 (0) 40 253 185-111
E-Mail: joerg.forthmann@faktenkontor.de

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