BVR zum Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung: Fokus auf Digitalisierung richtig, E-Government sollte Wirtschaft stärker entlasten

Abgelegt unter: Bundesregierung |





Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und
Raiffeisenbanken (BVR) begrüßt die zentrale Rolle, die das Thema
Digitalisierung im Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung
einnimmt. Die Wirtschaft unternehme große Anstrengungen, um die
Digitalisierung voranzutreiben. Allerdings sei auch die
Bundesregierung gefragt. Zum Beispiel beim Breitbandausbau, um auch
in ländlichen Gebieten einen angemessenen Netzzugang zu
gewährleisten, oder beim E-Government, damit Unternehmen die Chancen
der Digitalisierung besser nutzen können. Schon überschaubare
Maßnahmen könnten zu spürbaren Entlastungen bei den Verwaltungskosten
führen.

Hierzu zähle der elektronische Versand von Steuerbescheinigungen
an die Bankkunden, dessen Zulassung die Kreditwirtschaft schon seit
langem fordert. Dieser Schritt sei überfällig, schließlich sind
elektronische und papierhafte Rechnungen im Umsatzsteuerrecht bereits
gleichgestellt. Ebenso erkennt die Finanzverwaltung bereits
elektronische Kontoauszüge als Beleg für die Buchführung an.

E-Government dürfe keine Einbahnstraße sein, in der nur staatliche
Stellen Vorteile aus der Digitalisierung ziehen. Die E-Bilanz etwa –
das digitale Einreichen des Inhalts der Jahresabschlüsse von
Unternehmen -könne zwar elektronisch dem Finanzamt übermittelt, aber
nach Anpassungen nicht dem Unternehmen rückübermittelt werden. Auch
bei der bevorstehenden gesetzlichen Modernisierung des
Besteuerungsverfahrens dürfe die Entlastung nicht nur zu Gunsten der
Finanzverwaltung wirken.

Mit Blick auf die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland teilt der
BVR die Einschätzung der Bundesregierung. Die deutsche Wirtschaft
werde in 2016 ihren Aufschwung fortsetzen, wobei das Wachstum ganz
wesentlich vom Konsum gestützt werde. Die Investitionen leisteten
ebenfalls einen positiven Beitrag zum Wirtschaftswachstum, wenngleich
weniger stark als in früheren Aufschwungphasen. Von der
Außenwirtschaft gehe allenfalls ein geringer Wachstumsbeitrag aus.
Das Bruttoinlandsprodukt werde in Deutschland erneut
überdurchschnittlich zunehmen. Die Wachstumsprognose der
Bundesregierung für 2016 liege mit 1,7 Prozent leicht oberhalb der
Vorhersage des BVR in Höhe von 1,6 Prozent.

Pressekontakt:
Bundesverband der
Deutschen Volksbanken und
Raiffeisenbanken – BVR

Pressesprecherin:
Melanie Schmergal
Schellingstraße 4
10785 Berlin

Telefon: (030) 20 21-13 00
Telefax: (030) 20 21-19 05
Internet: www.bvr.de
E-Mail: presse@bvr.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.



Blog Top Liste - by TopBlogs.de Blogverzeichnis Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de