CARE: Hungerkrise im südlichen Afrika erreicht Höhepunkt / Zwei Regenzeiten ausgefallen, neue Ernten erst ab März erwartet

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Nach der stärksten Dürre seit 35 Jahren sind
40 Millionen Menschen im südlichen Afrika von einer akuten
Hungerkrise bedroht, warnt die Hilfsorganisation CARE. „Jetzt,
nachdem mehrere Regenzeiten praktisch ausgefallen sind, stehen
Millionen Menschen hier am Rande ihrer Überlebenskräfte. Aber die
verfügbaren Gelder decken den enormen Bedarf bei weitem nicht“, so
Marc Nosbach, CARE-Länderdirektor in Mosambik. Es fehlen zusätzliche
500 Millionen Euro, um den am meisten betroffenen Menschen zu helfen.

Obwohl diese schleichende Krise kaum Aufmerksamkeit und Gelder
erhält, hat CARE in den betroffenen Ländern Mosambik, Madagaskar,
Malawi und Simbabwe inzwischen knapp eine Million Menschen mit akuter
Überlebenshilfe erreicht. Allein in Simbabwe unterstützt CARE ein
Viertel der betroffenen Bevölkerung mit Nahrung und Bargeld. „Unsere
Teams arbeiten rund um die Uhr, und das schon seit vielen Monaten, um
Hunger zu lindern. Aber diese Krise hört in den nächsten Wochen nicht
auf. Wir müssen deshalb unsere Anstrengungen jetzt noch verstärken“,
sagt Nosbach.

Die nächste Ernte wird nicht bis März erwartet und den Gemeinden
gehen inzwischen die Reserven aus. Die Dürre trifft Frauen und Kinder
besonders stark. Vor allem junge Mädchen verpassen den
Schulunterricht, um Essen und Wasser zu suchen. Laut einer aktuellen
CARE-Studie prostituieren sich Frauen vermehrt, um Geld und
Nahrungsmittel für ihre Familien zu beschaffen.

„Die internationale Gemeinschaft muss jetzt handeln. Der Schaden
wurde zum Teil schon angerichtet, vor allem bei Kindern“, berichtet
CARE-Helfer Nosbach. „Ihre körperliche und kognitive Entwicklung wird
für ihr gesamtes Leben gehemmt, weil sie nicht ausreichend mit
Nährstoffen versorgt werden.“ Etwa 1,3 Millionen Kinder benötigen
dringend Behandlung gegen Mangelernährung. Die Regierungen der
betroffenen Länder haben den Katastrophenfall ausgerufen, da das
Ausmaß der Dürre ihre Selbsthilfekräfte übersteigt. Die Hälfte der
Bevölkerung dort lebt von weniger als einem Euro pro Tag.

CARE betont, dass Geld vor allem auch für Vorsorge bereitgestellt
werden muss, um künftige Risiken zu minimieren und die
Widerstandsfähigkeit der Menschen zu stärken. Nur langfristige
Anpassung kann sicherstellen, dass der Teufelskreis aus Armut,
Klimawandel und Nahrungsunsicherheit durchbrochen werden kann. „Ohne
ausreichend finanzielle Mittel können wir diese Hilfe nicht leisten.
Mehr Menschen werden an Hunger leiden und Kinder irreparable Schäden
aufgrund von Unterernährung mit sich tragen“, warnt Marc Nosbach.

CARE arbeitet in den von der Dürre betroffenen Ländern Simbabwe,
Malawi, Madagaskar und Mosambik. CARE hat sich zum Ziel gesetzt,
mindestens vier Millionen Menschen mit Nahrungsmitteln und
verbessertem Zugang zu Wasser zu erreichen und unterstützt Familien
in den Dürregebieten dabei, die Produktivität durch verbesserte
Anbaumethoden zu erhöhen. Kleinspargruppen ermöglichen Dörfern
alternative Einkommensmöglichkeiten und stärken sie gegen den
Klimawandel und wiederkehrende Naturkatastrophen.

ACHTUNG REDAKTIONEN: March Nosbach (deutschsprachig) steht für
Interviews zur Verfügung.

CARE Deutschland-Luxemburg e.V. ruft zu Spenden auf: IBAN: DE93
3705 0198 0000 0440 40 BIC: COLSDE33 Stichwort: www.care.de/spenden

Pressekontakt:
Rückfragen bitte an:
CARE Deutschland-Luxemburg e.V.
Sabine Wilke
Telefon: 0228 / 97563 46
Mobil: 0151 / 147 805 98
E-Mail: wilke@care.de

Original-Content von: CARE Deutschland-Luxemburg e.V., übermittelt durch news aktuell

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